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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 23

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Ein Gemüt jedoch, das nicht gelernt hat vorauszuschauen und sich die Zukunft stets rosig malt, wird von den ersten Widerwärtigkeiten zu Boden geworfen.

    Francesco Petrarca

  2. Möge die Katze dir nicht in den Milchtopf treten, der Hund den Butternapf nicht umstoßen, die Maus den Schinken nicht riechen. Mögest du Nachsicht haben mit der Tollpatschigkeit der Tiere, so wie …

  3. Schwachheit, dein Name ist Weib!, so meint ein Dichter, ein großer. Aber das Weibchen, es weiß: Schwachheit, dein Name ist Mann!

    Eduard von Bauernfeld

  4. Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib.

    Thomas von Aquin

  5. Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.

    Arthur Schnitzler

  6. Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  7. Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  8. Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.

    Francis Bacon

  9. Gewalt ist der Bankrott der Unvernunft.

    José Ortega y Gasset

  10. Nichts ist kläglicher als Humor in zu engen Schuhen.

    Annette von Droste-Hülshoff

  11. Das Geheimnis des Glücklichseins ist Versuchungen nachzugeben

    Oscar Wilde

  12. Autorität ohne Weisheit ist wie eine schwere Axt ohne Schneide: eher geeignet für einen dumpfen Schlag als für einen glatten Schnitt.

    Anne Bradstreet

  13. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  14. Wenn deinem Freund kein großes Unglück widerfährt, musst du dich mit seinen kleinen Misserfolgen zufrieden geben

  15. Geld für Freunde, Kugeln für Feinde, Schläge für Unentschlossene

  16. Die Wut im Angesicht des Feindes macht die Augen trübe.

  17. Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten

  18. Tue nicht hastig, was du zu tun hast, sonst verlierst du den klaren Blick und hinderst dich selbst.

    Franz von Sales

  19. Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat

    Oscar Wilde

  20. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.

    Martial