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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 2

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen

    Albert Einstein

  2. Der Mächtigere in einer Verbindung ist immer der, der weniger liebt.

    Eleonora Duse

  3. Das Ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nützen.

    Kurt Tucholsky

  4. Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

    Seneca

  5. Was nutzt dem Stamme ein Mann, der des Abends nicht mehr weiß, was er am Morgen versprochen hat.

  6. Dem wird befohlen, der sich nicht selber gehorchen kann

    Friedrich Nietzsche

  7. Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.

    Konrad Adenauer

  8. Wie wenig wir wissen, erkennen wir, wenn unsere Kinder anfangen zu fragen.

  9. Ohr und Geist können müde werden, dasselbe zu hören, das Herz nie.

    Nicolas Chamfort

  10. Es gibt niemanden, der sich einer Frau gegenüber arroganter, aggressiver oder verächtlicher verhält, als ein Mann, der um seine Männlichkeit bangt

    George Eliot

  11. Wer keine Freunde hat, lebt nur zur Hälfte

  12. In der Sprache, in der man am schlechtesten spricht, kann man am wenigsten lügen

    Christian Friedrich Hebbel

  13. Die Natur hat Vollkommenheit, um zu zeigen, dass sie das Abbild Gottes ist, und Mängel, um zu zeigen, dass sie nur das Abbild ist.

    Blaise Pascal

  14. Zuerst die gute Nachricht: Das Glück begegnet uns in ganz vielen Farben. Jetzt die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen sind farbenblind.

    Rainer Haak

  15. Die Schilderung der schlechten Charaktere gelingt oft besser als die der guten, weil sie in uns selber schlummern.

    Friedrich Georg Jünger

  16. Nur die Hälfte des Weges zurücklegen und dann schwach werden, das ist es, was du am meisten fürchten solltst.

  17. Gedanken, die kreisen, nichts als kreisen, werden keine Wege weisen.

    Else Pannek

  18. Wundern muss ich mich sehr, dass Hunde die Menschen so lieben. Denn ein erbärmlicher Schuft gegen den Hund ist der Mensch.

    Christian Friedrich Hebbel

  19. Ein zufriedener Mensch besitzt die Fähigkeit der Selbstkontrolle, aber nicht jene Art der Selbstkontrolle, die darin besteht, zu ertragen und mit allem zufrieden zu sein, sondern vielmehr jene Selbst …

    Elsa Brändström

  20. Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung.

    Napoleon