gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 15

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  2. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  3. Unfähigkeit zur Muße ist das Unvermögen in sich zu ruhen.

    Else Pannek

  4. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  5. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  6. Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen.

    Ludwig Marcuse

  7. Manche Bücher haben nur einen berühmten Namen, im übrigen sind sie ohne Lebenskraft. Sie stellen Sätze auf, geben Erörterungen, Sophismen - Mut machen sie nicht, haben sie doch selber keinen.

    Seneca

  8. Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen

  9. Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Bertolt Brecht

  10. An den Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und läuft, wie einem die Beine von Natur gewach …

    Otto von Bismarck

  11. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    Konfuzius

  12. Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herum kommen, seine Fehler zu wiederholen.

  13. Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.

    Berthold Auerbach

  14. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  15. Misstrauen ist eine schlechte Rüstung, die mehr hindern als schirmen kann.

    Lord Byron

  16. Und ein scharfsichtiger Fremder, der in ein Haus tritt, bemerkt oft gleich, was der Hausherr aus Nachsicht, Gewohnheit oder Gutmütigkeit übersieht oder ignoriert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Das gibt sich, sagen schwache Eltern von den Fehlern ihrer Kinder. Oh nein! Es gibt sich nicht. Es entwickelt sich.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  19. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  20. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl