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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 15

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Mancher droht, der selber zittert.

  2. Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.

    Lü Bu We

  3. Der Reichtum dient dem weisen Mann, den Dummkopf aber regiert er.

  4. Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.

    Konrad Adenauer

  5. Manche Bücher haben nur einen berühmten Namen, im übrigen sind sie ohne Lebenskraft. Sie stellen Sätze auf, geben Erörterungen, Sophismen - Mut machen sie nicht, haben sie doch selber keinen.

    Seneca

  6. Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen.

    Ludwig Marcuse

  7. Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen

  8. An den Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und läuft, wie einem die Beine von Natur gewach …

    Otto von Bismarck

  9. Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herum kommen, seine Fehler zu wiederholen.

  10. Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Bertolt Brecht

  11. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    Konfuzius

  12. Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.

    François de la Rochefoucauld

  13. Misstrauen ist eine schlechte Rüstung, die mehr hindern als schirmen kann.

    Lord Byron

  14. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  15. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  16. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  17. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.

    Berthold Auerbach

  19. Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Unsere kleinen Irrtümer und die kleinen Schwächen sind es, die uns gegenseitig liebenswert machen.

    Johann Wolfgang von Goethe