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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 18

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt

    Jean Paul

  2. Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen

    Karl Julius Weber

  3. Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen.

    Charles John Huffam Dickens

  4. Ein Held ist oft nur ein Mensch, der nicht die Fähigkeit besitzt, eine Gefahr zu erkennen.

  5. Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  6. Für eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dürftiger Ausgangspunkt

    Francis Bacon

  7. Der Erfolg macht einen zum König, der Mißerfolg zum Räuber.

  8. Manche Männer sind, wenn sie ohne Frauen bleiben, ruhmlos wie ein Tag, der keine Sonne hatte.

    Hildegard von Bingen

  9. Wer die Geduld verliert, verliert die Kraft

    Augustinus

  10. Einige finden sich mit ihrer Rolle als Nichtskönner nicht ab. Auch auf diesem Gebiet geben sie sich nicht mit Durchschnitt zufrieden

    Karl-Heinz Karius

  11. Wir wissen, dass durch Naturnotwendigkeit jeder über den herrscht, über welchen er Gewalt hat.

    Thukydides

  12. Ein Haus ohne Herrin ist ein Leib ohne Seele, der bald zerfällt.

    Jean-Jacques Rousseau

  13. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  14. Die Schwächen der Männer machen die Stärken der Frauen aus.

    Voltaire

  15. Tradition gleicht den Laternen, die den Weg erhellen. Nur Betrunkene klammern sich an ihnen fest.

  16. Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen

    Voltaire

  17. Eine schwache Regierung ist ein Unglück für jedes Land und eine Gefahr für den Nachbar.

    Helmuth James Graf von Moltke

  18. Die Menschen, die stets auf Recht und Ordnung pochen, haben am meisten Angst vor dem Leben.

    Rainer Haak

  19. Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.

    Sören Kierkegaard

  20. Die Ungeduld, mit der man seinen Zielen zueilt, ist die Klippe, an der oft gerade die besten Menschen scheitern

    Johann Christian Friedrich Hölderlin