Sprüche über Schwäche
700 Sprüche — Seite 24
Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.
In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.
Tue nicht hastig, was du zu tun hast, sonst verlierst du den klaren Blick und hinderst dich selbst.
— Franz von Sales
Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat
— Oscar Wilde
Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.
— Martial
Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, ist ihr nachzugeben.
— Oscar Wilde
Ein Mensch ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne.
Das meiste Unglück kommt auf die Rechnung unserer eigenen Schwäche.
Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.
— Jean-Baptiste Molière
Das Böse entsteht immer dort, wo die Liebe nicht mehr ausreicht.
— Christian Johann Heinrich Heine
Vergebung ist das erste Zeichen von Altersschwäche.
Du trinkst das erste Glas, das zweite Glas trinkt das erste Glas, das dritte Glas trinkt dich.
Jeder Feind hat eine Schwachstelle! Wenn man diese erkennt, kann man diesen auch vernichten!
Der Hagestolze hat das Unglück, dass ihm niemand seine Fehler frei sagt, der Ehemann hat dies Glück.
— Jean Paul
Die Bestimmung unseres Lebens ist nicht der Erfolg, sondern heroisches Versagen.
— Robert Louis Stevenson
In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.
— Sören Kierkegaard
Seit die Vergangenheit aufgehört hat, ihr Licht auf die Zukunft zu werfen, irrt der menschliche Geist in der Finsternis.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.
— John Milton
Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer
Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.
— Kurt Tucholsky
Wenn man früher unfähig war, wurde man Fotograf; heute wird man Abgeordneter.
— Guy de Maupassant
Ein Feigling vergibt nie.
— Laurence Sterne