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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 13

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Man soll gegen niemanden Neid hegen. Die Guten verdienen ihn nicht, und die Bösen schädigen sich in demselben Grade, in dem ihre Pläne gelingen.

    Epikur

  2. Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.

    René Descartes

  3. Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen

    August Strindberg

  4. Wenn du selbst keine Haare auf dem Kopf hast, dann beschimpfe andere nicht als Glatzkopf.

  5. Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil sie ihn nicht üben.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  6. Wenn man nicht der Stärkere ist, muß man der Klügere sein.

    Emile Zola

  7. Ein Kind erträgt Veränderungen, die ein Mann nicht ertragen würde.

    Jean-Jacques Rousseau

  8. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  9. Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir lieben.

    Sigmund Freud

  10. Bedenke, dass Du nur Schaupieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.

    Epiktet

  11. Ein Mann ist stark, wenn er sich seine Schwäche eingesteht.

    Honoré de Balzac

  12. Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.

    Arthur Schnitzler

  13. Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.

    George Eliot

  14. Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt

    Georg Christoph Lichtenberg

  15. Jedes Zeichen von Verfall in einem menschlichen Körper, jede Form von Schwäche ... hat seine Ursache in der dominierenden Stimmung seines Gemüts.

    Prentice Mulford

  16. Wenn Du auf eine vollkommene Gemeinde wartest, musst Du warten, bis Du in den Himmel kommst; und wenn Du doch eine vollkommene Gemeinschaft auf der Erde finden könntest, würde sie Dich sicherlich nich …

    Charles Haddon Spurgeon

  17. Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen, aber nicht das kleinste Haar auf deinem Kopf, wenn es fallen will.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  18. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  19. Die Frau ist eine Festung, der Mann ihr Gefangener.

  20. Das beste verkäuferische Dribbling nützt nichts, wenn der erfolgreiche Abschluss fehlt

    Rainer Karius