Oktober Sprüche
1741 Sprüche — Seite 22
Rastlos musst du weiter streben, nie ermüdet stille stehn; nur dann kann ich in Ruhe leben, sonst würden wir uns wiedersehen
— Theodor Storm
Ein Bruder ist ein Freund, den dir die Natur gegeben hat.
Du bist erlöst von deinem Leiden, läßt uns allen in tiefem Schmerz, ach, wie so schwer ist doch das Scheiden. Nun ruhe aus, du gutes Herz.
Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist.
Des Lebens Meereswellen, sie brausen und sie schwellen und schwemmen mit der Zeit hinweg das größte Leid.
Bedenke, über alles Leid, das die Tage bringen, zieht mit raschen Schwingen tröstend hin die Zeit.
Jeder meint, sein Kuckuck singe besser als des andern Nachtigall.
Astern blühen schon im Garten, schwächer trifft der Sonnenstrahl. Blumen, die den Tod erwarten durch des Frostes Henkerbeil. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, welke Rosen, reife Frucht.
— Detlef von Liliencron
Der Sturm sprach einst: "Ich kenne die Welt, denn ich zerpflücke sie." Da sprach der Reif: "Ich kenne die Welt, denn ich erdrücke sie." Die Sonne lacht: "Ich kenne sie besser. Ich beglücke s …
— Carmen Sylva
Man wird geboren, um für andere zu leben. Das ist der große Wucherprozeß der Natur, die für das klägliche Darlehen des Lebens, das sie gibt und immer zu bald zurückfordert, in Pflichten und Tätigkei …
— Hieronymus Lorm
Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod, als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.
Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt.
— Benjamin Franklin
Durch die Natur wird das Herz des Menschen gemildert und gesänftigt.
— Adalbert Stifter
Es steht kein Wort in unserm Ring; Rein ist der Reif um unser Leben. Für unser Glück, dies stille Ding, Wollt's keine Goldschmiedworte geben.
— Otto Julius Bierbaum
Das Leben ist nur ein Moment, genau wie der Tod.
— Antoine de Saint-Exupéry
Mögen sich die Wege vor Deinen Füßen ebnen, mögest Du den Wind in Deinem Rücken haben, und bis wir uns wieder sehn, möge Gott seine schützende Hand über Dir halten!
Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, sie ruhen aus von ihren Leiden und ihre Werke folgen ihnen nach.
Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt
— Alfred Friedrich Delp
Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.
Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.
— Carl Ludwig Schleich
Wenn Liebe ein Duft ist, so ist die Blume, die ihn entströmt, die schönste der Schöpfung
— Alfred de Musset
St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)
Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …
— Wolfgang Menzel
Um der Natur befehlen zu können, muss man ihr gehorchen.
— Francis Bacon
Kein Eigentümer schuf die Natur, denn taschenlos, ohne Taschen in den Pelzen, kommen wir zur Welt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es gab keine Sterne, keine Erde, keine Zeit, keine Hindernisse, keine Veränderung, nichts Gutes oder Schlechtes, nur Stille ....
— Lord Byron
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter 40 Tage sich hält.
Krieg'n im Mai die Büsche Blätter, wirkt die Landschaft gleich viel netter.
Schenke das, was du selbst gern empfangen würdest, und der Geist der Natur wird dich mit seinen Wohltaten überschütten an jedem Tag deines Lebens.
Wir haben so viel, wieviel wir glauben und hoffen, denn dem Glaubenden ist alles möglich.
— Martin Luther
Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.
— August von Kotzebue
Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein
— Ludwig Uhland
Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.
Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.
Gibt's im Mai viel Regenwetter, wird auch das Getreide fetter.
Nach St. Veit wendet sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'.
An Mariä Namen kommen die Schwalben zusammen.
Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold. (15. Nov.)