Oktober Sprüche
1741 Sprüche — Seite 8
Hebe deíne Augen auf, und du wirst die Sterne sehen!
Eine milchende Kuh deckt den Tisch zu.
Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.
Zärtlichkeit gleicht der Rose unter tausend Blüten. Selbst die wilde Rose umschwebt ein Hauch von Zärtlichkeit
Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur. Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.
Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: sich unter einen Apfelbaum legen.
— Horatio Nelson
Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch die Früchte reifen und neue Knospen keimen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.
Auch das beste Pferd kann nicht zwei Sättel tragen
Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.
Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.
— Blaise Pascal
Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.
— Paul Keller
Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.
Der Berg lacht nicht über den Fluß, weil er tief unten ist - und der Fluß schmäht den Berg nicht, weil er unbeweglich ist
Auch wenn die Sonne hinter dunklen Wolken verborgen ist, wärmt sie uns.
Während ich mich an einem schwülen Tag auf den trägen Wassern des Sees treiben lasse, höre ich fast auf zu leben und fange an zu sein
— Henry David Thoreau
Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)
Wenn's an Alexius regnet, so fault das Getreide auf der Mauer. (17. Juli)
Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.
— Ovid
Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
— Gorch Fock
Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.
— Christian Morgenstern
Natur wiederholt ewig in weiterer Ausdehnung denselben Gedanken. Darum ist der Tropfen ein Bild des Meeres.
— Christian Friedrich Hebbel
Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.
— Christian Friedrich Hebbel
Kommt Laurenzius daher, wächst das Korn nicht mehr. (10. August)
Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird.
Flüsse und Berge altern nicht.
Wenn Matthäus freundlich schaut, man auf gutes Wetter baut. (21. Sept.)
Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)
Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)
Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.
— Georg Christoph Lichtenberg
Wenn die Kuh am Himmel schwirrt, hat sich die Natur geirrt.
Furzt der Ochse hemmungsfrei, gibt's Smogalarm der Stufe Drei.
Fällt der Bauer von der Leiter, find' der Ochs dies äußerst heiter!
Dem Landmann tut's das Herz zerreissen, sieht er das Huhn aufs Sofa scheißen
Selbst in kleinsten Tautropfen kann sich die ganze Sonne widerspiegeln.
Raucht die Kuh wie ein Kamin, ist Kurzschluss in der Melkmaschin!
Wenn's an Karolus stürmt und schneit, dann lege deinen Pelz bereit. (04. Nov.)
Wenn die Magd nach Knoblauch stinkt, der Knecht sie auch im Dunkeln find!
Rülpst im Stalle laut der Knecht, wird sogar den Säuen schlecht.