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Oktober Sprüche

1741 Sprüche — Seite 23

  1. Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein

    Ludwig Uhland

  2. Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.

  3. Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.

  4. Gibt's im Mai viel Regenwetter, wird auch das Getreide fetter.

  5. Nach St. Veit wendet sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'.

  6. An Mariä Namen kommen die Schwalben zusammen.

  7. Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold. (15. Nov.)

  8. Am Neujahrstag Sonnenschein, läßt das Jahr uns fruchtbar sein.

  9. Markarius das Wetter prophezeit für die ganze Erntezeit. (04. Jan.)

  10. Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Erntejahr. (06. Jan.)

  11. Die Heiligen Drei Könige kommen oder gehen im Wasser. (06. Jan.)

  12. St. Valentin nimmt die Feiertag hin. (07. Jan.)

  13. St. Erhard mit der Hack', steckt die Feiertag' in den Sack. (08. Jan.)

  14. An Amalie Sonnenschein, bringt viel Korn und Weizen ein. (10. Jan.)

  15. Die Kälte, die kommt angegangen, wenn bei Theobald die Tage langen. (16. Jan.)

  16. Große Kälte am Antoniustag, manchmal nicht lange halten mag. (17. Jan.)

  17. Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trockenes Jahr. (17. Jan.)

  18. Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde. (03. März)

  19. So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April. (13. April)

  20. Gewitter am St. Georgstag, ein kühles Jahr bedeuten mag. (23. April)

  21. Wer freit Nachbars Kind, der weiss, was er find.

  22. Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.

    Franz Emanuel August Geibel

  23. Der Adler heckt keine Zeislein.

  24. Kein Vieh verbüßt Gewette.

  25. Man findet manchen Esel, der nie Säcke trug.

  26. Seine Hühner legen Eier mit zwei Dottern.

  27. Alte Krähen sind schwer zu fangen.

  28. Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.

  29. Er sitzt wie eine Laus zwischen zwei Nägeln.

  30. Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr.

    Johann Wolfgang von Goethe

  31. Wie hoch auch ein Vogel fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.

  32. Die Stimmung der äußeren Natur ist stets nur ein Spiegel unseres Gemüts.

    Peter Rosegger

  33. Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  34. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  35. Mit tiefer Ehrfurcht schau' ich die Schöpfung an, denn du, Namenloser, du schufest sie!

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  36. Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.

    Robert Reinick

  37. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol

  38. Die Kraft der Natur steckt auch in dir.

  39. Das Huhn ist schlau und stellt sich dumm; beim Hahn, da ist es andersrum

  40. Geht die Sonne auf im Westen, lässt der Bauer seinen Kompass testen.