Oktober Sprüche
1872 Sprüche — Seite 26
Kein Eigentümer schuf die Natur, denn taschenlos, ohne Taschen in den Pelzen, kommen wir zur Welt.
— Christian Johann Heinrich Heine
St. Julian bricht das Eis, oder er bringt's mit von seiner Reis'. (09. Jan.)
Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es gab keine Sterne, keine Erde, keine Zeit, keine Hindernisse, keine Veränderung, nichts Gutes oder Schlechtes, nur Stille ....
— Lord Byron
Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
Mariä Heimsuchung wird's bestellt, wie's Wetter 40 Tage sich hält.
Schenke das, was du selbst gern empfangen würdest, und der Geist der Natur wird dich mit seinen Wohltaten überschütten an jedem Tag deines Lebens.
Wir haben so viel, wieviel wir glauben und hoffen, denn dem Glaubenden ist alles möglich.
— Martin Luther
Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.
— August von Kotzebue
Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein
— Ludwig Uhland
Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.
Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.
Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.
— Franz Emanuel August Geibel
Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wie hoch auch ein Vogel fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.
Die Stimmung der äußeren Natur ist stets nur ein Spiegel unseres Gemüts.
— Peter Rosegger
Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Mit tiefer Ehrfurcht schau' ich die Schöpfung an, denn du, Namenloser, du schufest sie!
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.
— Robert Reinick
Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.
— Antoine de Rivarol
Die Kraft der Natur steckt auch in dir.
Der geringe Schaden, welchen der Igel anrichtet, kann gegenüber dem von ihm gebrachten Nutzen kaum in Betracht kommen, zumal jener noch keineswegs genügend erwiesen ist.
— Alfred Edmund Brehm
Kommt, lasst uns ausspazieren, zu hören durch den Wald die Vögel musizieren, dass Berg und Tal erschallt.
— Martin Opitz
Sieh das Lindenblatt, du wirst es wie ein Herz gestaltet finden. Drum sitzen die Verliebten am liebsten unter Linden.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Blume ist das Lächeln der Pflanze.
— Peter Hille
Wenn der Mensch keine anderen Fähigkeiten hätte, außer Rosen zu ziehen, so wäre er dennoch vollkommen!
— William Wilkie Collins
Die Liebe ist der Stoff der Natur, den die Vorstellungskraft gewoben hat.
— Georges-Louis Leclerc de Buffon
Die Größe und unendliche Weisheit des Schöpfers wird nur derjenige wirklich erkennen, der sich bestrebt, aus dem gewaltigen Buche, das wir Natur nennen, seine Gedanken herauszulesen
— Justus Freiherr von Liebig
Das Huhn ist schlau und stellt sich dumm; beim Hahn, da ist es andersrum
Reinigt die Bäurin den Bauern die Pfeife, schmeckt der Tabak so komisch nach Seife!
Schraubt der Knecht am Traktor hin und her, gibt es bald wohl keinen Bauern mehr
Der Adler heckt keine Zeislein.
Kein Vieh verbüßt Gewette.
Man findet manchen Esel, der nie Säcke trug.
Seine Hühner legen Eier mit zwei Dottern.
Alte Krähen sind schwer zu fangen.
Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.
Er sitzt wie eine Laus zwischen zwei Nägeln.
So wie Martin es will, zeigt sich dann der ganze April. (13. April)