Oktober Sprüche
1741 Sprüche — Seite 27
Der Honig ist nicht weit vom Stachel
Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. (17. Nov.)
Den Esel will jedermann reiten.
Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.
Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.
Beim Jauche-Fahr'n vergeht der Spass, fällt das Toupet ins Jauchefass!
Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?
— Ralph Waldo Emerson
Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.
Oftmals wollt' ich schon verzagen und ich dacht' ich trag es nie und ich hab es doch getragen, aber, fragt mich bloß nicht, wie!
Er der Schöpfer, beuge sich herab zu dir und segne dich, er reiß auf die himmlischen Tore, er neige sein Angesicht zu dir, denn das Leben kann nur Frucht bringen durch seinen Segen! Nichts entsteh …
Hält der Oktober das Laut, liegt zu Christnacht noch Staub.
Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.
Die Frau ist der annehmbarste Naturfehler.
— John Milton
Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Frücht' und Wein. (30. Jan.)
Es ist ein armer Fuchs, der nur e i n Loch hat.
Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
Im Düstern ist gut flüstern, aber nicht gut Flöhe fangen.
O du stille Zeit! Kommst, eh wir's gedacht. Über die Berge weit, gute Nacht
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Gereinigt von alter Trauer, kannst du wieder den Lebensquell spüren.
Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab
Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe
Ein Baum mag tausend Zhàng hoch sein, die Blätter fallen doch zurück zu seinen Wurzeln.
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden und sterben ... weinen, lachen, klagen und tanzen.
Wenn du das Verlorene mit der Trauer in deinem Herzen begräbst, missbrauchst du es. Es taugt nicht als Grab. Erst wenn du das Tote dem irdischen Mutterschoß zurückgegeben hast, ist dein Herz …
Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.
— Aristoteles
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben
— Francois Rabelais
Mit jedem Menschen sterben auch die Toten, die nur in ihm noch gelebt haben.
— Richard von Schaukal
Ich will dein Bett aus Rosen richten und tausend zarte Reime dazu dichten.
— Christopher Marlowe
Alles hat seine Zeit, die Zeit der Liebe, der Freude und des Glücks, die Zeit des Sorgens und des Leids. Es ist vorbei. Die Liebe bleibt.
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets ein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er euch ein Licht.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn der Bauer auf dem Miststock kräht kommt der Psychiater meist zu spät.
Ist in einem schönen Apfel kein Wurm, so wäre doch gern einer drin.
Wenn es zu Kunigunde friert, sie es noch vierzig Nächte spürt. (03. März)
Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu gebrauchen als blauen Himmel und grüne Erde.
— Aristoteles
"Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein, du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne".
Eine Frau, die sich entblaettert, muss nicht unbedingt im Herbst des Lebens stehen.
Wenn Du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank. Die Blume ist das Lächeln der Pflanze
— Peter Hille
Ist's an Ostern schön und warm, kommt die Verwandschaft und frisst dich arm. Ist's an Pfingsten schön und heiter, kommt sie wieder und frist weiter!