August Sprüche
1878 Sprüche — Seite 29
Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.
— Aristoteles
So viel Nebel im Märzen steigen, so viel sich Wetter im Sommer zeigen.
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben
— Francois Rabelais
Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen.
— John Donne
Gießt der St. Gall wie aus einem Fass, ist der nächste Sommer nass. (16. Okt.)
Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.
Junge Hähnchen, sanft gebraten, dazu kann man dringend raten.
— Wilhelm Busch
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn der Bauer auf dem Miststock kräht kommt der Psychiater meist zu spät.
Ist in einem schönen Apfel kein Wurm, so wäre doch gern einer drin.
Urlaubsreisen sind wie die Arbeit, von der man sich erholen will
— Kurt Tucholsky
Wenn es zu Kunigunde friert, sie es noch vierzig Nächte spürt. (03. März)
Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu gebrauchen als blauen Himmel und grüne Erde.
— Aristoteles
Es gibt Momente, in denen uns alles ermüdet, sogar das, was zu unserer Erholung beitragen sollte.
— Fernando Pessoa
Jede Leidenschaft, die Raum zum Genießen und Nachdenken läßt, ist keine starke Leidenschaft.
— Michel de Montaigne
Was keine zeitweilige Pause kennt, ist nicht dauerhaft.
— Ovid
Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.
— Elizabeth Barrett Browning
Es gibt nichts, wofür man Zeit findet. Wenn man Zeit haben möchte, muss man sich welche schaffen
— Leopold von Ranke
Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet. (20. März)
Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
— Fjodor M. Dostojewski
Wenn Du mit Geld nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank. Die Blume ist das Lächeln der Pflanze
— Peter Hille
Ist's an Ostern schön und warm, kommt die Verwandschaft und frisst dich arm. Ist's an Pfingsten schön und heiter, kommt sie wieder und frist weiter!
St. Nikolaus spült die Ufer aus. (06. Dez.)
Was der August nicht kocht, lässt der September ungebraten.
Stürmt es im August, so gibt es weder Wein noch Most.
Im August beim ersten Regen pflegt die Hitze sich zu legen.
Im August viel Regenschauer ist Verdruß für jeden Bauer.
Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.
Wenn's im August stark tauen tut, bleibt das Wetter meistens gut.
St. Raimund treibt die Wetter aus. (31. August)
Bischof Felix zeigt an, was wir in 40 Tag für Wetter han. (30. August)
Wenn's am Tag Johanni Enthauptung regnet, verderben die Nüsse (29. August)
An Augustin gehen die warmen Tage hin. (28. August)
Gewitter um Bartholomä bringt Hagel und Schnee. (24. August)
Wie der Bartholomäustag sich hält, ist der ganze Herbst bestellt. (24. August)
Ist's Lorenz und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange steh'n. (24. August)
Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst. (20. August)
Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n. (19. August)