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August Sprüche

1904 Sprüche — Seite 29

  1. Geh in den Garten und höre auf die Stille zwischen den Geräuschen: Dies ist die wahre Musik der Natur.

  2. Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.

  3. Wenn Winde wehen im Advent, dann wird uns reiche Ernt' geschenkt.

  4. Wenn der Bauch voll ist, ist das Haupt blöde.

  5. Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht

    Karl-Heinz Söhler

  6. Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt und große Plag'.

  7. An sich ist Müßiggang nicht Wurzel allen Übels, sondern ist, im Gegenteil, ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

    Sören Kierkegaard

  8. Willst Du nicht Dein Herz öffnen, zu hören, was Regenbogen und Sonne lehren?

    Ralph Waldo Emerson

  9. Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.

  10. Beim Jauche-Fahr'n vergeht der Spass, fällt das Toupet ins Jauchefass!

  11. Allen Tieren ist Friede gesetzt ausser Bären und Wölfen.

  12. Den Esel will jedermann reiten.

  13. Wer mit Füchsen zu tun hat, muss den Hühnerstall zuhalten.

  14. Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.

  15. Tummeln sich an Gertrud die Haselmäuse, ist es weit mit des Winters Eise. (17. Nov.)

  16. Der Honig ist nicht weit vom Stachel

  17. Treibe bei der Arbeit, aber nicht beim Essen.

  18. Gewähre Erhohlung; der Acker, der sich erholt, gibt reichlich, was er dir schuldet, zurück

    Ovid

  19. Die Frau ist der annehmbarste Naturfehler.

    John Milton

  20. Wo man isst, geh hinzu, wo man Geld zählt, geh hinweg

  21. Doch wozu denn hetzen, eilen, schöner ist es zu verweilen, und vor allem dran zu denken, sich ein Päckchen Zeit zu schenken.

    Ursel Scheffler

  22. Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.

    August von Platen

  23. Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.

    Laurence Sterne

  24. Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.

    Giovanni Boccaccio

  25. Ein Baum mag tausend Zhàng hoch sein, die Blätter fallen doch zurück zu seinen Wurzeln.

  26. Obwohl aller sterblichen Natur unsichtbar, wird Gott aus seinen Werken selber ersehen.

    Aristoteles

  27. So viel Nebel im Märzen steigen, so viel sich Wetter im Sommer zeigen.

  28. Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben

    Francois Rabelais

  29. Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen.

    John Donne

  30. Gießt der St. Gall wie aus einem Fass, ist der nächste Sommer nass. (16. Okt.)

  31. Am Neujahrstag kalt und weiß, wird der Sommer später heiß.

  32. Junge Hähnchen, sanft gebraten, dazu kann man dringend raten.

    Wilhelm Busch

  33. Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.

    Christian Johann Heinrich Heine

  34. Das Leben muss wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  35. Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!

    Johann Wolfgang von Goethe

  36. Ist in einem schönen Apfel kein Wurm, so wäre doch gern einer drin.

  37. Wenn der Bauer auf dem Miststock kräht kommt der Psychiater meist zu spät.

  38. Urlaubsreisen sind wie die Arbeit, von der man sich erholen will

    Kurt Tucholsky

  39. Wenn es zu Kunigunde friert, sie es noch vierzig Nächte spürt. (03. März)

  40. Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu gebrauchen als blauen Himmel und grüne Erde.

    Aristoteles