August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 28
Ich hab' mir's zur Regel gemacht, dass mich die aufgehende Sonne nie im Bett finden soll; solange ich gesund bin.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Deutschen haben sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer. Und das nennen sie Vaterland.
— Napoleon
Das Ziel des Lebens ist ein Leben im Einklang mit der Natur
— Zenon von Kition
Die Blume ist ein Wort, ein Ausdruck, ein Seufzer aus voller Brust
— Bettina von Arnim
Zieht ein Gewitter auf vom Berg, pfeift der Wind durch die Burg.
Es heisst, dass die Natur die Schweine geschaffen hat, damit wir schlemmen können.
Der Igel ist der Kaktus des Tierreichs.
— Ambrose Bierce
Katze: weicher, unzerstörbarer Automat, von der Natur erschaffen, damit wir danach treten können, wenn in der Familie etwas schiefgeht.
— Ambrose Bierce
Auf meinem Grabe sollen rote Rosen stehn, die roten Rosen, die sind schön
— Hermann Löns
Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann setzen kann. (04. Mai)
Fliegen die Fledermäus' abends umher, kommt anhaltend schönes Wetter daher.
Wer keinen Wein trinkt, dem entgeht viel Genuß, wer aber den Wein falsch trinkt, verdirbt sich und anderen den Genuß.
— Joachim Ringelnatz
Und scheint die Sonne noch so schön, am Ende muss sie untergehn.
— Christian Johann Heinrich Heine
Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling, und das Gras wächst von allein
Voller Bauch lobt das Fasten.
Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
Ich wünsche Dir die zärtliche Ungeduld des Frühlings, das milde Wachstum des Sommers, die stille Reife des Herbstes und die Weisheit des erhabenen Winters.
Die Zigarette ist das vollendete Urbild des Genusses: Sie ist köstlich und läßt uns unbefriedigt.
— Oscar Wilde
Zu Oswald wächst die Rübe bald. (05. August)
Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrisch und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind die Kräuter und die Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark i …
— Laotse
Nach meinem Tod will ich es Rosen regnen lassen
— Theresia von Lisieux
Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.
— William Hazlitt
Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter.
Wenn Leute mit mir über das Wetter reden, habe ich immer das ganz sichere Gefühl, dass sie etwas anderes sagen wollen. Und das macht mich so nervös.
— Oscar Wilde
Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird.
— Christian Morgenstern
Tummeln die Krähen sich noch, bleibt lang des Winters Joch.
Wenn es dem Severin gefällt, dann bringt er mit die große Kält'. (08. Jan.)
Pankraz, Servaz und Bonifaz, die machen erst der Sonne Platz. (12. - 14. Mai)
Vierzehn Tage Reiselust sind besser als vier Wochen Reiseluft.
— Theodor Fontane
Jedem Genusse folgt sein Schatten, die Unlust.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Komm zu dir selbst, komm zur Ruhe. In der Stille wohnt die Freude, die im Stress verlorenging
Gebrauchter Pflug blinkt, stehend Wasser stinkt.
Genieße, was dir Gott beschieden; entbehre gern, was du nicht hast; ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last
— Christian Fürchtegott Gellert
Auf einen guten Bissen gehört ein guter Trunk.
Ist der Bauch satt, so ist das Herz froh.
Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein Baum wird noch lange kein Krokodil, wenn er jahrelang im Niger treibt.
Es gibt viele Dinge, die nicht vernünftig und doch ganz natürlich sind.
— George Bernard Shaw
Wenn du vergnügt sein willst, umgib dich mit Freunden; wenn du glücklich sein willst, umgib dich mit Blumen.
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht, und die heißt Vergissmeinnicht.