August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 41
Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest. (27. April)
Walpurgisfrost ist schlechte Kost. (30. April)
Ein nasser April verspricht der Früchte viel.
Auf Barbara die Sonne schleicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht. (04. Dez.)
Nach Barbara geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan. (04. Dez.)
Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee. (04. Dez.)
St. Gerald - es wird kalt. (05. Dez.)
Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian ein wilder sein. (07. Dez.)
Wenn zu Lucia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. (13. Dez.)
St. Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag. (13. Dez.)
Um Adelheid da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. (16. Dez.)
Bringt das Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'. (24. Dez.)
Bringt St. Stephan Wind, die Winzer nicht erfreut sind. (26. Dez.)
Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde. (28. Dez.)
Gefriert es Sylvester zu Berg und Tal, geschieht auch dies zum letzten Mal. (31. Dez.)
Die Heilige Dorothee watet gerne durch den Schnee. (06. Feb.)
Kommt die Jungfrau Apollonia, sind auch bald die Lerchen wieder da. (09. Feb.)
St. Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein. (12. Feb.)
St. Valentin friert's Rad mitsamt der Mühle ein. (14. Feb.)
Regnet es an St. Valentin, ist die halbe Ernte hin. (14. Feb.)
Hat's zu St. Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren. (14. Feb.)
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage. (18. Feb.)
Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich. (18. Feb.)
Hat's in der Petersnacht gefroren, lässt uns der Frost dann ungeschoren. (22. Feb.)
Ist an Petrus das Wetter schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen sä'n. (22. Feb.)
St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis. (24. Feb.)
Wenn sich St. Walburgis zeigt, der Birnensaft nach oben steigt. (25. Feb.)
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander. (26. Feb.)
War der Romanus hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr. (28. Feb.)
Singt die Lerch im Hornung hell, geht es dem Bauern um das Fell.
Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut. (20. Jan.)
Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan. (20. Jan.)
Tanzen Fabian schon die Mücken, muss man den Kühen das Futter bezwicken. (20. Jan.)
Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an. (20. Jan.)
Ziehen Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund. (21. Jan.)
Sonnenschein am Agnestag, die Frucht wurmstichig werden mag. (21. Jan.)
Wenn St. Agnes gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. (21. Jan.)
Wie das Wetter zu St. Vinzent war, wird es sein das ganze Jahr. (22. Jan.)
Zu Vinzent Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein. (22. Jan.)
St. Paulus Kält' mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein. (25. Jan.)