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August Sprüche

1878 Sprüche — Seite 35

  1. So wie die Rosen blühen, so blühe auch dein Glück. Und wenn du Rosen siehst, so denk an mich zurück!

  2. Bei Vollmondschein und Becherklang ertönt so froh der Liedersang. Wer Vollmondschein nicht liebt und ehrt, ist auch den Sonnenschein nicht wert.

  3. Wo Aas ist, da sammeln sich die Adler.

  4. Adler fängt nicht Fliegen.

  5. Ich rede von Enten, und du antwortest mir von Gänsen.

  6. Man ruft den Esel nicht zu Hofe, denn dass er Säcke trage.

  7. Wenn der Esel in die Mühle kommt, so sagt er i-ah.

  8. Ein Esel sollte immer auf der Weide sein, denn wo er frißt, da wächst es, wo er sch-, da düngt er's, wo er seicht, da wässert er's und wo er sich wälzt, da zerbricht er die Schollen.

  9. Wenn das Ferkel träumt, so ist's von Trebern.

  10. Wenn das Ferkel satt ist, stößt es den Trog um.

  11. Je fetter der Floh, je magerer der Hund.

  12. Man sieht die Flöhe besser auf einem weißen Tuche als auf einem schwarzen.

  13. Leichter eine Wanne Flöhe hüten als eines Weibes.

  14. Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.

  15. Die Frösche tun sich selber Schaden, wenn sie den Storch zu Hause laden.

  16. Der Frosch lässt das Quaken nicht.

  17. Die Frösche gehen dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.

  18. Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch wieder in den Pfuhl.

  19. Man tritt den Frosch so lange, dass er pfeift.

  20. Was ein Frosch werden will, muss erst ein Kühleskopp gewesen sein.

  21. Er kann nichts dazu, dass die Frösche keine Schwänze haben.

  22. Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg.

  23. Es ist ein armer Fuchs, der nur e i n Loch hat.

  24. Man schickt Füchse aus, um Füchse zu fangen.

  25. Die Gänse gehen überall barfuß.

  26. Blinder Gaul geht grade zu.

  27. Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.

  28. Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.

  29. Sieh auf die Hühner und nicht auf die Nester.

  30. Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.

  31. Es gibt mehr als einen bunten Hund.

  32. Die Katze läßt das Mausen nicht.

  33. Katzenkinder lernen wohl mausen.

  34. Keine Katze so glatt, sie hat scharfe Nägel.

  35. So man nicht Kauzen hat, muss man mit Eulen beizen.

  36. Er wird ein gelehrter Kauz werden, wenn er unter die Stoßvögel kommt.

  37. Eine Krähe hackt der anderen kein Aug aus.

  38. Eine Krähe heckt keine Turteltaube.

  39. Die Krähe will's mit dem Adler wagen.

  40. Die Krähe läßt ihr hüpfen nicht.