August Sprüche
1878 Sprüche — Seite 21
Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber.
Auch die dunkelste Wolke hat einen silbernen Rand.
Jugendliebe dauert nicht länger als Schnee im April.
Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.
— Marcus Tullius Cicero
Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.
— Blaise Pascal
Das Licht der Herrlichkeit strahlt mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Der Augen hat und wacht.
— Angelus Silesius
Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste
— Theodor Heuss
Golf ist ein verdorbener Spaziergang
— Kurt Tucholsky
Zyniker: ein Mensch, der, wenn er Blumen sieht, nach dem Sarg Ausschau hält.
— H. L. Mencken
Sie verwechseln ihren Hintern mit ihrem Herzen und glauben, der Mond sei dafür geschaffen, ihren Lokus zu beleuchten.
— Gustave Flaubert
Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt und auf der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.
— Johann Peter Hebel
Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.
— Karel Capek
Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.
— Vincent van Gogh
Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären
— Selma Lagerlöf
Gott und die Natur machen durchaus nichts vergeblich.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Wasser und Erde der Heimat formen sich ihren Menschenschlag.
Ergebung in sein Schicksal ist die erste Forderung der Natur an den Menschen.
— Friedrich Maximilian von Klinger
Blumen sind das Lächeln der Natur. Es geht auch ohne sie, aber nicht so gut.
— Max Reger
Überall hat man den Himmel über sich.
— Francesco Petrarca
Das Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.
— Aristoteles
Spiel und Scherz darf man üben, wie man dem Schlaf und anderen Erholungen sich hingibt: Wenn man den schweren und ernsten Pflichten Genüge getan hat.
— Marcus Tullius Cicero
Die Natur des Geistes ist so geartet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.
— Ernst von Feuchtersleben
Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.
— Jean Paul
Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.
Geld ist die beste Ware, sie gilt im Sommer und Winter.
Dem Satten schmeckt das Beste nicht
Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.
— Jean Paul
Wer im Frühling nicht säet, wird im Sommer nicht ernten, im Herbst und Winter nicht genießen; er trage sein Schicksal.
— Johann Gottfried Herder
Der Kluge isst den Braten sofort und das Brot später.
Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.
— Wilhelm Raabe
Ein gelassener Mensch kann sogar Steine weich kochen und den Sud genießen.
Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern am Allervorzüglichsten.
— Johann Peter Eckermann
Es ist nicht jedem gegeben, sich in der großen Masse zu baden: Es ist eine Kunst, die Menge zu genießen
— Charles Baudelaire
Gib einem Bär Honig, und du wirst deinen Arm einbüßen, wenn das Vieh Hunger hat!
— Bertolt Brecht
Die Kraft zu lieben, die Gesundheit, sich, das Leben, Freundschaft und Geist zu genießen und zu erwidern, ist der Zauber, der alles bezwingt.
— Ludwig Tieck
Wo ein Brauhaus steht, kann kein Backhaus stehen.
Kochen ist keine Kunst, essen muss man es können
Es gibt keine ehrlichere Liebe als die Liebe zur Nahrung.
— George Bernard Shaw
Glücklich, wem die Tage fließen, wechselnd zwischen Freud und Leid, zwischen Schaffen und Genießen, zwischen Welt und Einsamkeit.
— Franz Emanuel August Geibel
Das Alter ist der Übel höchstes; denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, läßt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.
— Giacomo Leopardi