August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 48
Nahrung, die nicht vor dir wegläuft und die dich nicht angreift, ist vermutlich gut verdaulich
— Christa Schyboll
Köstliches iss noch am selben Abend, Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.
Arbeit und Genuss sind Zwillingsbrüder, eins im andern lebend.
— Adolf von Wilbrandt
Der Mensch ist nichts anderes, als er isst
— Carl Friedrich von Rumohr
In der Musik zieht die Freude des Daseins bei einem Ohr hinein und beim andern Ohr hinaus.
— Otto Stössl
An einem Rausch ist das schönste der Augenblick, in dem er anfängt.
— Claude Tillier
Wer sein Leben zu einer Sache des Genusses macht, entwertet es zum bloßen Dasein.
— Ferdinand Ebner
Übermäßiges Essen und Trinken tötet mehr Menschen als das Schwert.
— William Osler
Man müsste die Liebe genießen, wie man Fisch isst: Ohne die Gräten zu schlucken.
— Alphonse Karr
Es gibt keinen größeren Verschwender als den Geizhals. Er vergeudet sein Leben auf die Entbehrung dessen, was er weder genießen kann noch will.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Der Koch kann gebildet werden, der Bratkünstler wird geboren.
— Jean Anthelme Brillat-Savarin
Wohl dem, der die Gegenwart als liebe Fortsetzung seiner Erinnerungen, als Richtschnur und Bürgschaft der Zukunft genießt.
— Theodor Toeche-Mittler
Das Köstlichste nach den Frauen sind die Melonen.
— Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes
Zu allem Genuss sind zwei Herzen notwendig, die sich lieben
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Ruhe, die der Geist genießt, wenn er sich selbstgemäß leben darf, ist das einzig wahre, unzerstörbare Glück.
— Malwida von Meysenbug
Die wenigsten Menschen genießen ein Leben, das nur aus Genuss besteht.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Genüsse sind eine Musik, bei der die Pausen die Hauptsache sind.
— Carl Ludwig Schleich
Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen. Aber unsere Kultur hat die Gastronomie geschaffen.
— Honoré de Balzac
Wer ganz genießt, der lebt wirklich!
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.
— Jane Austen
Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort? Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen!
— Jane Austen
Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwicklung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.
— Friedrich Paulsen
Streiche die Phantasie fort und die meisten Genüsse unsres Daseins sind nicht des Erwähnens wert.
— Heinrich Martin
Versprechen ist schon Geben, und Hoffen schon Geniessen!
— Jacques Delille