August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 22
Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)
St. Paulus klar, gutes Jahr - bringt er Wind, regnet's geschwind. (14. Jan.)
Wenn's im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet.
Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.
Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.
Krieg'n im Mai die Büsche Blätter, wirkt die Landschaft gleich viel netter.
Kein Bauer wankt nach Hause nach einem Gläschen Brause.
Leise rauscht der Wasserfall, wenn's nicht mehr rauscht, ist 's Wasser all'
Disteln und Dornen stehen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.
Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.
— Benjamin Franklin
Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.
— Marcus Tullius Cicero
Eine der blamabelsten Angelegenheiten ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste
— Theodor Heuss
Das Spiel gleicht einer Erholung, und da man nicht ununterbrochen arbeiten kann, bedarf man der Erholung.
— Aristoteles
Spiel und Scherz darf man üben, wie man dem Schlaf und anderen Erholungen sich hingibt: Wenn man den schweren und ernsten Pflichten Genüge getan hat.
— Marcus Tullius Cicero
Die Natur des Geistes ist so geartet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.
— Ernst von Feuchtersleben
Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.
— Jean Paul
Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.
Geld ist die beste Ware, sie gilt im Sommer und Winter.
Dem Satten schmeckt das Beste nicht
Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.
— Jean Paul
Wer im Frühling nicht säet, wird im Sommer nicht ernten, im Herbst und Winter nicht genießen; er trage sein Schicksal.
— Johann Gottfried Herder
Der Kluge isst den Braten sofort und das Brot später.
Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.
— Wilhelm Raabe
Ein gelassener Mensch kann sogar Steine weich kochen und den Sud genießen.
Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern am Allervorzüglichsten.
— Johann Peter Eckermann
Es ist nicht jedem gegeben, sich in der großen Masse zu baden: Es ist eine Kunst, die Menge zu genießen
— Charles Baudelaire
Gib einem Bär Honig, und du wirst deinen Arm einbüßen, wenn das Vieh Hunger hat!
— Bertolt Brecht
Die Kraft zu lieben, die Gesundheit, sich, das Leben, Freundschaft und Geist zu genießen und zu erwidern, ist der Zauber, der alles bezwingt.
— Ludwig Tieck
Kochen ist keine Kunst, essen muss man es können
Es gibt keine ehrlichere Liebe als die Liebe zur Nahrung.
— George Bernard Shaw
Glücklich, wem die Tage fließen, wechselnd zwischen Freud und Leid, zwischen Schaffen und Genießen, zwischen Welt und Einsamkeit.
— Franz Emanuel August Geibel
Das Alter ist der Übel höchstes; denn es beraubt den Menschen aller Genüsse, läßt ihm aber das Verlangen danach und bringt alle Leiden mit sich.
— Giacomo Leopardi
Der Magen ist der Kapellmeister, der das große Orchester unserer Leidenschaft regiert und in Tätigkeit versetzt
— Gioacchino Rossini
Mir könnte gar nichts Lieberes passieren, als von Zeit zu Zeit sechs Wochen allein zu sein.
— Paula Modersohn-Becker
Wo ein Brauhaus steht, kann kein Backhaus stehen.
Glück - das ist in beiden Händen Blumen halten
Die Liebe ist unter den Tugenden, was die Sonne unter den Sternen: Sie gibt ihnen Glanz und Schönheit
— Franz von Sales
Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?
— Erasmus von Rotterdam
Das Herz und die Rose sind das einzig unvergängliche.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Krankheiten überfallen den Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.
— Hippokrates von Kós