August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 10
Das Kamel sieht seinen eigenen Höcker nicht, aber den seiner Brüder hat es immer vor Augen.
Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
— Gorch Fock
Sein Name lautet nicht länger 'wilder Hund', sondern 'bester Freund'
— Rudyard Kipling
An St. Kilian säe Wicken und Rüben an. (08. Juli)
An alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.
— Wilhelm Busch
Der hl. St. Kilian stellt die ersten Schnitter an. (08. Juli)
Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde.
— Wilhelm Busch
Während ich mich an einem schwülen Tag auf den trägen Wassern des Sees treiben lasse, höre ich fast auf zu leben und fange an zu sein
— Henry David Thoreau
Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strah …
— Théophile Gautier
Eine Rose riecht besser als ein Kohlkopf, gibt aber keine bessere Suppe ab.
— Jean-Baptiste Molière
Wer Dornen säht, darf sein Zelt nicht barfuß verlassen.
Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.
— Guy de Maupassant
Am ruhigen Fluss ist das Ufer voller Blumen.
Wie vergänglich ist doch der Mensch auf dieser Erde, ein Baum überdauert ihn, eine Steinstufe wird hundertmal älter, als der Menschenfuß, der sie tritt.
— Paul Keller
Genuss ist der Beginn und das Ende eines gesegneten Lebens.
— Epikur
Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.
— Blaise Pascal
Wenn du zum Wort nicht ohne Not, nicht ohne Hunger greifst zum Brot, bringt dir dein Reden nicht Verdruss, nie Unbehagen dein Genuss.
— Friedrich Rückert
Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob dein Leben der Muße oder der Trägheit gehört.
— Seneca
Der größte Sinnesgenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
— Immanuel Kant
Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.
Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.
— Marcus Tullius Cicero
Die Liebe ist wie Sonnenschein und gleichet einer Flamme. Doch Treue muss die Wurzel sein an solchem Lebensstamme.
Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch die Früchte reifen und neue Knospen keimen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Mancher glaubt zu genießen, und schlingt doch nur.
Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: sich unter einen Apfelbaum legen.
— Horatio Nelson
Essen ist ein Bejdürfnis, geniessen eine Kunst
— François de la Rochefoucauld
Wer andere erheitern kann, ist von Natur aus Arzt
— Demokrit
Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur. Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.
Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)
Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)
Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.
— Friedrich von Schiller
Das Glück ist eine Frage des Ausgeschlafenseins. Verschlafe, wenn du Talent hast, die volle Hälfte deines Lebens, du wirst dann die andere doppelt gelebt haben.
— Carl Ludwig Schleich
Hebe deíne Augen auf, und du wirst die Sterne sehen!
Altes Fleisch gibt fette Suppen
Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald der wächst.
Es ist mit der Liebe auch wie mit anderen Pflanzen: wer Liebe ernten will, muß Liebe pflanzen.
— Jeremias Gotthelf
Jeder kehre den Schnee vor seiner Tür und kümmere sich nicht um das Eis, das auf dem Dach des Nachbarn liegt.
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Auch das noch musst du lernen, dankbar froh den guten Augenblick genießen
— Friedrich Halm