August Sprüche
1904 Sprüche — Seite 5
Ackert der Bauer splitternackt, die Magd ein starker Brechreiz packt.
Laß uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen
— Kurt Tucholsky
Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun
— Epiktet
Wir sind einander nah durch die Natur, aber sehr entfernt durch die Bildung.
— Konfuzius
Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selber ist.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?
Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder.
Ein Bruder ist ein Freund, den dir die Natur gegeben hat.
Ein Mensch, der die Natur nicht liebt, enttäuscht mich; fast misstraue ich ihm.
— Otto von Bismarck
Je größer aber ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, vor einer Blume niederzuknien.
— Gilbert Keith Chesterton
Die Völker und die einzelnen Menschen sind nur am besten, wenn sie am frohesten sind: und verdienen den Himmel, wenn sie ihn genießen.
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.
— Eduard von Bauernfeld
Lass mit den Augen auch dein Herz die Natur betrachten. Du siehst alles ganz anders. Schöner, bezaubernder, berauschend
Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …
— Henry David Thoreau
Unkraut ist eine Pflanze, deren Tugenden noch nicht entdeckt wurden.
— Ralph Waldo Emerson
Wir schlagen der Erde tiefe Wunden und trampeln achtlos auf ihr herum. Die Erde ist unsere nährende Mutter, und seine Mutter bringt man nicht um.
Orientiere dich an den Sternen, aber freue dich über die Blume am Wegesrand.
— Voltaire
Um es sich bequem zu machen, sollte man niemals zu faul sein.
Retten können wir die Berge nur, wenn wir sie begreifen - mit den Händen, den Sinnen, dem Herzen.
— Reinhold Messner
Natürliche Dinge sind nicht unanständig.
— Vergil
Ist die Frau weniger wert als der Mann? Wer diese Frage beantwortet, muss auch sagen, ob Feuer mehr wert ist als Wasser.
— Carl Ludwig Schleich
Alle Flüsse münden ins Meer. Alle Dinge weisen in eine Richtung.
Man muß mit der Natur langsam und läßlich verfahren, wenn man ihr etwas abgewinnen will.
— Johann Peter Eckermann
Die menschliche Natur hasst alles, was überlegen ist.
— Thukydides
Die Anlage von tausend Wäldern liegt in einem Samenkorn.
— Ralph Waldo Emerson
Wer den Baum gepflanzt hat, geniesst selten seine Frucht.
Bitterer Tee, mit Wohlwollen dargeboten, schmeckt süßer als Tee, den man mit saurer Miene reicht
Die missachtete Natur schlägt zurück. Und auch das wird missachtet.
— Else Pannek
Nach unserer bisherigen Erfahrung sind wir zum Vertrauen berechtigt, daß die Natur die Realisierung des mathematisch denkbar Einfachsten ist.
— Albert Einstein
Man muss den Brei nicht weiter treten, als er von selbst fließt.
St. Kilian ist der rechte Rübenmann. (08. Juli)
Nichts ist "ewig", weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.
— August Bebel
Regnet's an St. Veit, Gerste nicht leid't.
Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.
Kocht die Bäuerin faule Eier, kotzt der Bauer wie ein Reiher!
Man soll ihm den Brotkorb höher hängen.
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
— Ludwig Börne
Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.
— Christian Morgenstern
Ist Regine warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig. (07. Sept.)
Schaue zum Himmel, wenn du den Mond sehen willst, und nicht in den Teich.