Sprüche über Tiere
1063 Sprüche — Seite 19
Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.
Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.
Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur.
— Epikur
Ein Esel, der Bücher trägt, ist noch lange kein Doktor.
Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.
— Hildegard von Bingen
Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.
— Daniel Defoe
Zu einem Hund, der Geld hat, sagen die Leute "Herr Hund"
Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein und wo ich bleibe, da soll …
— Martin Luther
Gerät ein Tiger aufs flache Land, wird er sogar von Hunden gefoppt.
Sind des Schäfchens locken Braun, lehnt es am Elektrozaun. Und wenn es dann noch mit den Augen rollt, will es sagen zuviel Volt.
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!
— Leonardo da Vinci
Nach einem Jahr gleicht der Hund seinem Herrn
Wir müssen danach streben, Natur, Gebäude und Menschen in einer höheren Einheit zusammenzubringen.
— Le Corbusier
Wenn man den Kater streichelt, so reckt er den Schwanz aus.
Froh hupft der Floh. - Vermutlich bleibt es noch lange so.
— Wilhelm Busch
Die Menschheit lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte
— Francesco Petrarca
Wenn der Fuchs die Gänse lehrt, so ist ihr Kragen sein Schulgeld.
Ein Floh auf der Schlafmatte ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste.
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.
— Mark Twain
Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht.
— Theodor Fontane
Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse
Männer, die zur Schmetterlingsjagd tendieren, haben meist schlechte Erfahrungen mit Frauen hinter sich.
— David Herbert Lawrence