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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 50

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Auf jeden Grashalm fällt ein Tröpfchen Tau.

  2. Der Hund, dem man einen Maulkorb anlegt, bellt mit dem Hintern.

    Christian Johann Heinrich Heine

  3. Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.

    Daniel Spitzer

  4. Ich gedenke oft solcher Politiker, wenn ich im Dorfe von einem Hund angebellt werde, der zweite nachbellt, und alle bellen, und keiner kann sagen warum.

    Karl Julius Weber

  5. Kein einziges Tier der ganzen Erde ist der vollsten und ungeteiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund

    Alfred Edmund Brehm

  6. Dem Hunde, wenn er gut gezogen, wird selbst ein weiser Mann gewogen

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Der Hund ist der Gott der Ausgelassenheit.

    Henry Ward Beecher

  8. Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.

    Blaise Pascal

  9. Die Katze schmeichelt uns nicht, sie lässt sich von uns schmeicheln.

    Antoine de Rivarol

  10. Ein Hund ist der einzige Freund, den man kaufen kann.

  11. Pferde, Motoren und Frauen - die drei erstklassigen Spielzeuge, die England hervorbringt.

    John Knittel

  12. Uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein wie die Vögel sind: Nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  13. Der Hund bellt, wenn ihn etwas erregt. Der Mensch spricht immer

    Richard von Schaukal

  14. Eine toten Löwen kann man leicht prügeln.

  15. Wo Elefanten sich bekämpfen, hat das Gras den Schaden.

  16. Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute g …

    Sir Arthur Conan Doyle

  17. Wir wollen's an den Balken schreiben, wo's Geißen und Kälber nicht ablecken.

  18. Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagt das Pferd.

  19. Eine Biene ist so gut als eine Handvoll Fliegen.

  20. Wo man blöken hört, da sind auch Schafe im Lande.