869 Sprüche — Seite 7
Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.
Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.
Die Ankunft eines guten Clowns ist für eine ganze Stadt heilsamer, als die Ankunft von 30 mit Medikamenten beladenen Eseln.
— Thomas Sydenham
Nur einmal geht der Fuchs in die Falle
Der Eber der ist missgestimmt,weil seine Kinder Ferkel sind. Nicht nur die Frau die Sau alleine auch die Verwandtschaft alles Schweine!
Wenn dein Pferd tot ist, steig ab.
Zum Lachen braucht es immer ein wenig Geist; das Tier lacht nicht.
— Gottfried Keller
Die Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden, weil der Mensch offenkundig der Komischere der beiden Kreaturen ist.
— James Thurber
Auch das kleinste Katzentier ist ein Meisterwerk
— Leonardo da Vinci
Die Krabbe ist in ihrem Loch ein großer Herr.
Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.
— Kurt Tucholsky
Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer den Fuchs fangen will, muss mit den Hühnern aufstehen
Der Wal ist stumm, das Reh ist scheu, die Kuh ist dumm, und ich bin treu!
Der alte Rabe lacht über die Schwärze des Schweins, weiß aber nicht wie hässlich er selber ist.
Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist.
Die Henne ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.
— Abraham Lincoln
Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.
— Martin Luther
Bernhardiner ist das letzte, was ich sein möchte. Dauernd die Flasche am Hals, und niemals trinken dürfen!
— Joachim Ringelnatz
Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen
— Albert Schweitzer
Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken: Schenkt sie uns einen Sommertag, so schenkt sie uns auch Mücken.
— Wilhelm Busch
Er ist Storch und Klappermaul.