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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 27

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Ein Hund wird sich an drei Tage Freundlichkeit drei Jahre lang erinnern, eine Katze wird drei Jahre Freundlichkeit nach drei Tagen vergessen.

  2. Kommt der Regen schräg von vorn, kriegt die Kuh ein nasses Horn.

  3. Scharrenden Vogel brate schnell, schwimmenden langsam.

  4. Kein Haus ist noch so fest, kein Himmel noch so hoch, im Balken nagt der Wurm, die Ratt' im Kellerloch.

    Carl Spitteler

  5. Mein Hund ist mein Freund, meine Frau ist mein Feind und mein Sohn ist mein Herr

  6. Der natürliche Aufenthaltsort des Schafes ist der Backofen

  7. Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.

    Wilhelm Busch

  8. Der Maulwurf hört in seinem Loch ein Lerchenlied erklingen und denkt bei sich: Wie sinnlos ist's zu fliegen und zu singen!

    Franz Emanuel August Geibel

  9. Der eine klopft auf den Busch, der andere fängt den Vogel

  10. Disteln sind dem Esel lieber als Rosen

  11. Am Trillern erkennt man die Lerche

  12. Wer Fische fangen will, muss sich nass machen

  13. Das Schwein je nur Kartoffeln frisst und keine Schokolade, es weiß ja nicht , wann Sonntag ist, und das ist wirklich schade.

  14. Zwei Täubchen am Bach, die lieb ich so sehr. Doch dich, liebe ....... lieb ich noch viel mehr.

  15. Sei fröhlich wie ein Vögelein, sing lustig in den Tag hinein. Des Lebens Ernst, er kommt noch früh, die Jugend nütz, genieße sie!

  16. Blick nicht trostlos in die Welt wie die dummen Kälber: Das Gesicht ist dir geschenkt, lachen mußt du selber.

  17. Merke dir in jedem Fall, gleich dem Huhn im Hühnerstall; bist du noch so froh bewegt: Gackre erst, wenn's Ei gelegt.

  18. Das Glück ist eine blinde Kuh und läuft dem dümmsten Ochsen zu.

  19. Sei fleißig wie ein Bienchen und sanft wie ein Kaninchen, so sauber wie ein Kätzchen, dann kriegst du auch ein Schätzchen.

  20. Sei ohne Furcht, hüpf ruhig zu! Mach Sprünge wie ein Känguruh, sei fest gepanzert, wenn's vonnöten, wie die großen Landschildkröten. Guck niemals neidisch oder scheel, benimm dich nie wie ein Kam …