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Sprüche über Tiere

1063 Sprüche — Seite 24

Im Blick auf Tiere erkennt der Mensch oft mehr über sich selbst, als ihm bewusst ist. Ihre Treue, Wildheit, Anmut oder Unabhängigkeit haben seit jeher Bilder hervorgebracht, in denen Bewunderung, Zärtlichkeit und leise Selbstkritik miteinander verbunden sind. Deshalb reicht dieses Thema weit über bloße Naturbeobachtung hinaus.

Als Sinnbilder für Instinkt, Freiheit oder Lauterkeit entfalten Tiere eine besondere sprachliche Kraft. Die Sprüche zu diesem Thema lassen sie als Begleiter, Gegenbilder und Spiegel des Menschen erscheinen und zeigen, warum in ihnen so oft das Ursprüngliche sichtbar wird, das der Zivilisation verloren gegangen ist.

  1. Reihet euch, sagte der Bauer: da hatt' er eine Kuh im Stall.

  2. Narren verhalten sich zu Ehemännern wie Sardellen zu Heringen: der Ehemann ist der größte von beiden.

    William Shakespeare

  3. Er sitzt wie eine Laus zwischen zwei Nägeln.

  4. Erträglich ist der Mensch als Einzelner. Im Haufen steht er der Tierwelt zu nah.

    Franz Grillparzer

  5. Menschen essen alle Arten von Fischen, aber dem Hai machen sie einen Vorwurf daraus.

  6. Vertraue Allah, aber binde das Kamel fester an.

  7. Greift man den Hund beim Schwanz, so knurrt er.

  8. Die ideale Frau sollte aussehen wie ein junges Mädchen, denken wie ein Mann und arbeiten wie ein Pferd.

    William Somerset Maugham

  9. Wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben

    Franz von Assisi

  10. Pferdeverstand: das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.

    Oscar Wilde

  11. Es ist ein wahres Glück, dass der liebe Gott die Fliegen nicht so gross wie die Elefanten gemacht hat, sonst würde uns sie zu töten viel mehr Mühe machen, und auch weit mehr Gewissensbisse.

    Christian Morgenstern

  12. Um Fleiss und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe

  13. Wenn du den Hahn einsperrst, geht die Sonne doch auf.

  14. Schakale und Wölfe versperren den Weg. - Schurken sind an der Macht!

  15. In Sand lege die Erdnuß, auf Lehm säe Weizen.

  16. Es ist doch gemein, Wasserflöhe ins Aquarium zu tun. Wo sich die armen Fische nicht kratzen können.

  17. Möge die Katze dir nicht in den Milchtopf treten, der Hund den Butternapf nicht umstoßen, die Maus den Schinken nicht riechen. Mögest du Nachsicht haben mit der Tollpatschigkeit der Tiere, so wie …

  18. Geschäftig wie eine Katze, die sieben Töpfe zugleich zu lecken hat.

  19. Solange der Esel trägt, ist er dem Müller lieb.

  20. Zieht ein Gewitter auf vom Berg, pfeift der Wind durch die Burg.