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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 105

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Ein echter Idealist vergisst niemals die Wirklichkeit des Lebens.

    — Eduard Beneš

  2. Auch mit 60 kann man noch 40 sein - aber nur noch eine halbe Stunde am Tag.

  3. Wie sich der Teil zum Ganzen verhält, so die Ordnung des Teils zur Ordnung des Ganzen.

    — Dante Alighieri

  4. Naturnotwendig will der Mensch das Gute.

    — Thomas von Aquin

  5. Rein verstandlich betrachtet erscheint das Leben nicht anders als eine sinnvolle Sinnlosigkeit.

    — Paul Bertololy

  6. Auch wenn der Spatz klein ist, hat er doch alle lebenswichtigen Eingeweide.

  7. Es ist gut, in Bedrängnis zu leben. Das wirkt wie eine gespannte Feder

    — Charles-Louis de Montesquieu

  8. Welcher Raum in der Welt ist nicht schon voll von unserem Mühen?

    — Vergil

  9. Wenn nur die Zeit nicht so verginge, aber sie vergeht so wahnsinnig.

    — Franziska Gräfin zu Reventlow

  10. Wahrheit kann durch äußere Berührung ebenso wenig befleckt werden wie ein Sonnenstrahl.

    — John Milton

  11. Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?

    — Vincent van Gogh

  12. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    — Johann Gottlieb Fichte

  13. Wie könnte einer Feind der Frau sein - sie sei, wie sie wolle? Mit ihren Früchten wird die Welt bevölkert, darum lässt Gott sie lange leben, auch wenn sie noch so garstig wäre.

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  14. Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.

    — Oswald Spengler

  15. Der Verstand stellt Probleme, das Leben löst sie. Alle Verstandeslösungen sind Unsinn.

    — Oswald Spengler

  16. Es lässt der innere Drang des Herzens nicht der Klugheit Raum.

    — Friedrich Schleiermacher

  17. Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.

    — Theodor Fontane

  18. Dass Glück ist nicht im ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zusammen zimmern

    — Carmen Sylva

  19. Die Schönheit ist Lebensnahrung der Seele.

    — Bettina von Arnim

  20. Der Seele Grenzen kannst du nicht finden, auch wenn du gehst und jede Strasse abwanderst; so tief ist ihr Sinn.

    — Heraklit von Ephesos