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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 90

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Vom Vater hab ich die Natur, des Lebens ernstes Führen, vom Mütterchen die Frohnatur, die Lust zu fabulieren.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Der Mensch ist von einer Kompliziertheit, die nur Individualitäten zuläßt.

    Friedrich Dürrenmatt

  3. Aber Glück hat auf die Dauer doch zumeist wohl nur der Tüchtige.

    Helmuth James Graf von Moltke

  4. Wenn nicht jeder ein so ganz übertriebenes Interesse an sich selbst nähme, so wäre das Leben so uninteressant, dass keiner es darin aushielte.

    Arthur Schopenhauer

  5. Vorurteile ablegen heißt vereinsamen.

    Emanuel Wertheimer

  6. Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.

    Hans Thoma

  7. Besorg dir ein Fahrrad. Wenn Du lebst, wirst Du es nicht bereuen.

    Mark Twain

  8. Gleich von Geburt an begleitet einen jeden ein Schutzgeist, der unbemerkt sein Leben leitet.

    Menander

  9. Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.

    Friedrich Schleiermacher

  10. Das Leben, Gott sei Dank, ist kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, drin das so genannte große Glück davon abhäng, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht, oder gut …

    Theodor Fontane

  11. Du glaubst noch an das Gute? Inzwischen weiß jedermann: Das Leben ist ein Schiffbruch - rette sich, wer kann!

  12. Das Glück ihm günstig sei, was hilft's dem Stöffel? Denn regnet's Brei, fehlt ihm der Löffel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Sieh dich wohl vor, du greifst die wilde Sau am Ohr.

  14. Der Mensch ist einmal so von Gott geartet, daß er der Liebe nicht entraten kann und nicht entbehren soll, und zwar sein ganzes Leben hindurch

    Adolph Kolping

  15. Mit geschlossenen Augen können wir die Wahrheit am besten sehen.

    Julian Scharnau

  16. Das Nachahmen ist allezeit, wie mich dünkt, eine sehr nützliche Sache.

    Georg Christoph Lichtenberg

  17. Nichts ist edler als Übeltaten zu verzeihen, die uns nicht betreffen

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  18. Wir leben immer für die Zukunft: Ewiges Stimmen und nie beginnt das Konzert

    Ludwig Börne

  19. Ein kleiner Ring begrenzt unser Leben, und viele Geschlechter reihen sich dauernd an ihres Daseins unendliche Kette.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Der Tag geht vorüber, das Leben flieht dahin, und doch freut der Narr sich auf den Feiertag.