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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 83

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Vatersegen baut den Kindern Häuser, Mutterfluch reißt sie nieder.

  2. Brüder haben ein Geblüte, aber selten ein Gemüte.

  3. Was ist des Lebens höchste Lust? Die Liebe und der Wein.

    — Joachim Perinet

  4. Wer sich nicht ändert, hat nicht gelebt.

  5. Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen.

    — Demokrit

  6. Lege deinem Mitmenschen Steine in den Weg; er mag sich daraus etwas bauen

    — Johann Wolfgang von Goethe

  7. Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.

    — François de la Rochefoucauld

  8. Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben, denn ein Recht zum Leben', Lump, haben nur, die etwas haben.

    — Christian Johann Heinrich Heine

  9. Man wird geboren, um für andere zu leben. Das ist der große Wucherprozeß der Natur, die für das klägliche Darlehen des Lebens, das sie gibt und immer zu bald zurückfordert, in Pflichten und Tätigkei …

    — Hieronymus Lorm

  10. Die wichtigsten Dinge des Lebens spielen sich zwischen Anfang und Ende des Verdauungskanals ab.

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  11. Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut.

    — Pindar

  12. Greift nur hinein ins volle Menschenleben ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt und wo ihr's packt, da ist's interessant.

    — Johann Wolfgang von Goethe

  13. Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens

    — Wilhelm Raabe

  14. Die Stunde ist kostbar. Warte nicht auf eine spätere, gelegenere Zeit.

    — Katharina von Siena

  15. Das ist der Toren Torheit: Sie leben ohne Herzeleid.

    — Mechthild von Magdeburg

  16. Man kann mit der Zunge lügen, aber nicht mit den Augen.

  17. Man kann nicht ohne Furcht sein, wenn man furchterregend aussieht.

    — Epikur

  18. Glück ist, seinen Anlagen gemäß verbraucht zu werden.

    — Frank Wedekind

  19. Welchen Sinn hat das Leben eines Menschen, der keine Zeit hat?

    — Frank Wedekind

  20. Der Mensch ist geboren, um in ewig zappelnder Ruhelosigkeit oder in der tatenlosen Lethargie der Langeweile sein Leben zu verbringen.

    — Voltaire