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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 46

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Da man in das Leben sich hat fügen müssen, wieviel leichter sollte man sich in den Tod fügen können.

    Wilhelm Raabe

  2. Der Verstand ist eine Warnung, in den Konsequenzen des Lebens die letzte Weisheit zu sehen oder die letzte Rettung.

    Martin Kessel

  3. Der höchste Stolz und der höchste Kleinmut ist die höchste Unkenntnis seiner selbst

    Baruch de Spinoza

  4. Erwarte vom anderen, was du ihm selbst getan.

    Publius Syrus

  5. Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.

    Epiktet

  6. Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind.

    Romano Guardini

  7. Was wir auf Schulen und Universitäten lernen, ist nicht Erziehung, sondern Mittel zur Erziehung.

    Ralph Waldo Emerson

  8. Sich selbst zu lieben ist der Anfang einer lebenslangen Romanze

    Oscar Wilde

  9. Man stirbt nicht an einer bestimmten Krankheit, man stirbt an einem ganzen Leben

    Charles Péguy

  10. Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen. Viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den anderen langweilt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  11. Man muss sich nicht aus Eigensinn auf die schlechtere Seite stellen, wenn sich der Gegner bereits auf die bessere gestellt hat.

    Baltasar Gracián y Morales

  12. Unser Leben währet siebenzig Jahr, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahr, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist's Mühe und Arbeit gewesen.

  13. Kultur ist nur ein dünnes Apfelhäutchen über einem glühenden Chaos

    Friedrich Nietzsche

  14. Die Regierung, sogar die beste, ist nichts anderes als ein notwendiges Übel, die schlechteste ist unerträglich

    Thomas Paine

  15. Auch wenn Friede geschlossen ist, ist es doch nur das Interesse, das ihn erhält

    Oliver Cromwell

  16. Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen.

    Gorch Fock

  17. Wieviel Freude schläft in uns - und wir wecken sie nicht!

    Gorch Fock

  18. Nicht der Jüngling ist glücklich zu preisen, sondern der Greis, der gut gelebt hat.

    Epikur

  19. Wenn wir gerecht gegen unsere Feinde sind, so ist das meistens ein Beweis, dass sie nicht die Stelle getroffen haben, wo wir verwundbar sind.

    Daniel Spitzer

  20. Gewalt kann wohl den Richter beugen, doch niemals beugt Gewalt das Recht.

    Johannes Trojan