1598 Sprüche — Seite 26
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.
— Bertolt Brecht
Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Leben heißt arbeiten und kämpfen
— John Knittel
Cogito, ergo sum. Ich denke, also bin ich.
— René Descartes
Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich.
— Honoré de Balzac
Werde, was du noch nicht bist, bleibe, was du jetzt schon bist; in diesem Bleiben und diesem Werden liegt alles Schöne hier auf Erden.
— Franz Grillparzer
Man stirbt nicht, wenn man in den Herzen der Menschen weiterlebt, die man verlässt.
— Samuel Smiles
Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen.
— Arthur Schopenhauer
Ich möchte ewig leben. Und sei es nur, um zu sehen, dass die Menschen in 100 Jahren dieselben Fehler machen wie ich.
— Winston Churchill
Die Jugend ist das Paradies des Lebens.
— Niccolò Tommaseo
Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.
— Johann Gottfried Seume
Das Wertvollste im Leben ist die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer schöpferischen Kräfte. Es ist das Wichtigste, denn es ist die Voraussetzung für ein erfülltes Leben
— Albert Einstein
Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Sternteleskop im Theater.
— Arthur Schopenhauer
Wenn man von Bargeld lebt, kennt man die Ufer des Meeres, das man tagein, tagaus zu befahren hat, Kredit führt einen in dieser Beziehung in die Wüste, deren Ende nicht abzusehen ist.
— Anton Tschechow
Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden Bach des Lebens.
— Friedrich Nietzsche
Das Leben ist wie ein Theaterstück. Zuerst spielt man die Hauptrolle, dann eine Nebenrolle, dann souffliert man den anderen, und schließlich sieht man zu, wie der Vorhang fällt.
— Winston Churchill
Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt!
— William Shakespeare
Ein Mensch, der nur eine Stunde verschwendet, hat die Bedeutung des Lebens nicht begriffen.
— Charles Robert Darwin
Da wird es hell in unseren Leben, wo man für das Kleinste danken lernt.
— Friedrich von Bodelschwingh
Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, dass sie verdummen.
— Oscar Wilde