Sprüche über Leben
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Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie du alt bist.
Ich möchte was drum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie seien "für das Vaterland" getan worden.
— Georg Christoph Lichtenberg
Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.
— Friedrich von Schlegel
Alle Belehrung geht von Herzen aus, alle Bildung vom Leben.
— Christian Friedrich Hebbel
Ein angenehmes Leben und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen.
— Plutarch
Der eigentliche Redner der Volksversammlung ist die Leidenschaft.
— Antoine de Rivarol
Die Menschen sollen Menschen bilden, in dem sie sie als Menschen behandeln.
— Emile Zola
Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.
— Friedrich Rückert
Wahre Menschlichkeit ist köstlicher als alle Schönheit der Erde.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Die Schönheit strahlt nur aus dem innern Leben.
— Theodor Körner
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.
— Friedrich von Schiller
Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.
— Oliver Cromwell
Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.
— Albert Camus
Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.
— Jean Paul
Das Leben gab den Sterblichen nichts ohne große Arbeit.
— Horaz
Wie gut wäre es, wenn man die Stimmen, anstatt sie zu zählen, wägen könnte.
— Georg Christoph Lichtenberg
Musik ist die Poesie der Luft.
— Jean Paul
Gerechtigkeit ist Wahrheit in Aktion.
— Joseph Joubert
Denken heißt Vergleichen.
— Walter Rathenau