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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 64

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

    Jean Anouilh

  2. Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.

    Oswald Spengler

  3. Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

    George Bernard Shaw

  4. Arbeit gibt uns mehr als den Lebensunterhalt: sie gibt uns das Leben

    Henry Ford

  5. Das Glück kauft man nirgends an, das muß man schon selber mitbringen.

    Carl Spitteler

  6. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  7. Das Leben besteht nicht nur in der Hauptsache aus Tatsachen und Geschehnissen. Es besteht im wesentlichen aus dem Sturm der Gedanken, der jedem durch den Kopf tobt.

    Mark Twain

  8. Bescheidenheit - Mantel des Hochmuts

    Carmen Sylva

  9. Alles Leben draußen ist nur wie ein Schlafen in Kleidern. Daheim erst liegt man im Bett.

    Berthold Auerbach

  10. Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.

    Theodor Fontane

  11. Etwas Ungeheures entsteht da vor uns und mit uns - eine geistige Gebirgslandschaft, die man ein Leben lang nicht zu Ende ergründen und auslernen kann.

    Christian Morgenstern

  12. Wer nur denkt, was er weiß, der denkt noch gar nicht.

    Friedrich Georg Jünger

  13. Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.

    Carl Hilty

  14. Die beste Vorbedingung für die Praxis des Lebens ist die Triebkraft, die zum Handeln führt, das heißt der Wille.

    Fernando Pessoa

  15. Denken ist ein beständig auf seine Widerspruchslosigkeit geprüftes stilles Sprechen.

    Robert Reinick

  16. Es ist wichtiger, die Möglichkeiten des Lebens im Auge zu haben als die Gefahren.

    Rainer Haak

  17. Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …

    Johann Gottfried Herder

  18. Sehnsucht und Ahnung liegen ineinander, eins treibt das andre hervor

    Bettina von Arnim

  19. Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig

    Christian Morgenstern

  20. Der Fluss des Lebens mündet ins Meer der Ewigkeit.