1598 Sprüche — Seite 32
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu etwas.
— Christian Friedrich Hebbel
Im Leben kommt es darauf an zu lernen, ohne die anderen merken zu lassen, dass man lernt
— Winston Churchill
Denn wer begehrt, der fürchtet auch. Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.
— Horaz
Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.
— Theodor Fontane
Aber, wenn er dies erfuhr, ging's ihm wider die Natur
— Wilhelm Busch
Je weniger man zustande bringt, desto kürzer scheint das Leben.
— Wilhelm von Humboldt
Leben? Wohl dem, dem es spendet Arbeit, Freunde, täglich Brot. Doch das Beste, was es sendet, ist das Wissen, dass es endet, ist der Ausgang, ist der Tod.
— Theodor Fontane
Die Geburt bringt nur das Sein zur Welt; die Person wird im Leben erschaffen.
— Théodore Simon Jouffroy
Die Geburt bringt nur das Sein zur Welt; die Person wird im Leben erschaffen.
— Théodore Simon Jouffroy
Wer eines andern Leben rettet, fügt seinem eigenen zehn Jahre hinzu.
Mancher denkt sich Abenteuer aus und ganze Romane und dichtet sich das Leben zurecht, um wenigstens auf diese Weise nach Wunsch zu leben.
— Fjodor M. Dostojewski
Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung und manchen Vorzug der Erziehung.
— Otto Weiss
Mit vollen Segeln lief ich in das Meer des Lebens.
— Friedrich von Schiller
Liebe im Herzen, Treue im Sinn führen dich glücklich durchs Leben dahin.
Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben.
— Gustave Flaubert
Nimm dort, wo reichlich ist, und leg dort hin, wo wenig oder gar nichts ist.
Viele werden geschätzt, nur weil man nichts von ihnen weiß.
Die Wahrheit schwimmt wie Öl auf dem Wasser.
Die sich lieben, begegnen sich einander häufig.
Wer wenig weiß, glaubt fest an das wenige