Sprüche über Leben
2733 Sprüche — Seite 32
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Alles, was die Seele durcheinanderrüttelt, ist Glück
— Arthur Schnitzler
Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er von glücklichen Zufällen und vom Ausweichen
— Konfuzius
Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.
— Gilbert Keith Chesterton
Suche die Quelle, die immer wieder neue Lebenskraft schenken kann, sie entspringt tief in dir selbst.
— Klara Löwenstein
Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lächerlich zu machen. Auch das Eis des Lebens ist glatt.
— George Bernard Shaw
Wenn mir aber was nicht lieb, weg damit! ist mein Prinzip.
— Wilhelm Busch
Das Weib sieht tief. Der Mann sieht weit.
— Christian Dietrich Grabbe
Des Lebens Mühe lernt uns allein des Lebens Güter zu schätzen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".
— Platon
Wovor ich mich am meisten fürchte, ist die Furcht.
— Michel de Montaigne
Unruhe ist der ärgste Dämon im Leben.
— Berthold Auerbach
Unter den Dummen findet man wenige Unglückliche.
— George Bernard Shaw
Die gefährlichste Klippe im Leben eines Künstlers ist die Heirat, besonders eine so genannte glückliche Heirat.
— Anselm Feuerbach
Man verschlafe ruhig die Hälfte des Lebens - man wird die andere Hälfte doppelt genießen.
— Carl Ludwig Schleich
Verachte dein eigenes Leben, und du bist Herr über das Leben anderer!
Uns selbst anzulügen ist tiefer in uns drin als andere anzulügen
— Fjodor M. Dostojewski
Wenn man einmal sechzig ist, dann soll man sich verschnaufen, auch wenn man größter Optimist, man kann nicht alles mehr sich kaufen. Was man einstens nicht konnt’ wissen, lässt einem heute keine Ruh …
Am Baume des Schweigens hängt seine Frucht, der Friede
— Arthur Schopenhauer
Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.
— Gotthold Ephraim Lessing
Pflanz einen Baum; und kannst du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt, bedenke, Freund: es haben unsere Ahnen, ehe sie dich kannten, auch für dich gepflanzt.