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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 106

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Was unerreichbar ist, das rührt uns nicht! Doch was erreichbar, sei uns goldne Pflicht.

    Gottfried Keller

  3. Wo das Glück einmal einkehrt, da greift es leicht um sich.

    Gottfried Keller

  4. Etwas wagen muß das Herz und früh auf sein, wenn es leben will.

    Gottfried Keller

  5. Wer der Masse nachläuft, verspürt ihren Atem bald im Nacken

    Henry de Montherlant

  6. Wer nicht lieben kann, der versteht nicht menschlich zu leben.

    Johann Kaspar Lavater

  7. Es ist nicht die einfache Kreatur, die der Hilfe bedarf, sondern das Genie.

    Eleonora Duse

  8. Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden.

    Demokrit

  9. Es gibt zwei Leute, die ich zufrieden stellen muß. Gott und Garfield. Mit Garfield muss ich hier leben, mit Gott im Jenseits.

    James A. Garfield

  10. Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.

    Jean de la Bruyère

  11. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  12. Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  13. Auch der Zufall ist nicht unergründlich - er hat seine Regelmäßigkeit.

    Novalis

  14. Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endigt mit Asche

  15. Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.

    Christian Morgenstern

  16. Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.

    Laurence Sterne

  17. Durch ein paar Züge aus dem Becher der Liebe hält uns die Natur für ein Leben voll Mühe schadlos.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!

    Pindar

  19. Die Bekanntschaft mit einem einzigen guten Buch kann ein Leben ändern.

  20. Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.

    Francois Rabelais