1598 Sprüche — Seite 40
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Auf fünfzig Ratgeber kommt ein Helfer.
Whisky: Ein Glas ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig
Man kann am höchsten und am weitesten reichen und doch nicht dahinter blicken.
Drei Wege zur Wahrheit: sie verstehen, sie lieben und sie suchen.
Niemand ist durch alle Schulen durch
Es gibt keine Fremden, sondern nur Freunde, denen wir noch nicht begegnet sind
Gott verspricht eine sichere Landung, aber keine ruhige Reise.
Ein Gott, eine Frau, aber viele Freunde.
Das Auge der Frau macht die Zimmer rein.
Alles in die Pfanne hauen ist leichter als Pfannkuchen backen.
Die Wahrheit sinkt mitunter nieder, aber verliert doch nie den Atem.
Feinden verzeihen, heißt nicht kleinmütig sein, sondern eine starke Seele besitzen.
Wer etwas weiß, hat zehn Augen. Wer nichts weiß, ist blind.
Hüte dich vor leisen Hunden und stillen Wassern.
Zwischen Reden und Tun liegt das Meer.
Das „Warum“ des Kindes ist der Beginn der Philosophie.
Kommt der Ruhm, so schwindet das Gedächtnis.
Aus derselben Blüte zieht die Biene ihren Honig und die Wespe ihr Gift.
Morgen ist immer der Tag, ab dem der Faule am meisten zu tun hat.
Auf ein Buchenscheit gehört ein Buchenschlägel.