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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 35

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein

    — Fjodor M. Dostojewski

  2. Was ist das Leben ohne Liebesglanz?

    — Friedrich von Schiller

  3. Die Liebe ist der Dichtung Stern, Die Liebe ist des Lebens Kern, Und wer die Lieb' hat ausgesungen, Der hat die Ewigkeit errungen.

    — Friedrich Rückert

  4. Zu tausend Dingen bin ich ja nicht gekommen bei meinem sonderbaren Leben und hätte doch zu tausend Dingen Talent gehabt

    — Franziska Gräfin zu Reventlow

  5. Wahre Freude ist eine ernste Sache.

    — Seneca

  6. An Gottes Segen ist alles gelegen.

  7. Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

    — Paul Johann Ludwig von Heyse

  8. Mir kommt es immer vor, dass die Art- wie man die Ereignisse des Lebens nimmt - ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.

    — Wilhelm von Humboldt

  9. Pessimisten sind die wahren Lebenskünstler, sie erleben dauernd angenehme Überraschungen.

    — Marcel Proust

  10. Säu sind Säu und bleiben Säu.

  11. Das Glück ist blind, heißt es, aber diejenigen, die ihm hinterherlaufen, sind auch blind. So ist Fortuna denn die Blinde unter den Blinden.

    — Christian Friedrich Hebbel

  12. Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.

    — François de la Rochefoucauld

  13. Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.

    — Platon

  14. Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben

    — Oscar Wilde

  15. Besser der Teufel, den du kennst, als der Teufel, den du nicht kennst.

  16. Ein Feigling läßt niemals Gnade walten.

  17. Schließ keinen Brief, den du nicht durchgelesen, noch trink Wasser, ohne es dir angesehen zu haben

  18. Keiner schmeichelt so wie das eigene Ich.

  19. Ein Gott, eine Frau, aber viele Freunde.

  20. Wer schweigt, gesteht.