Sprüche über Leben
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Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Alles, was ich bin oder zu sein hoffe, verdanke ich einem Engel, meiner Mutter. Ich erinnere mich an ihre Gebete, und sie sind mir immer gefolgt, sie sind mir mein Leben lang treu geblieben.
— Abraham Lincoln
Jedes kleine Wesen würde erfrieren und sinken, würde es nicht vom rings umwallenden Leben gewärmt und getragen.
— Jean Paul
Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen, darin durchstrichen wird kein Blatt, noch ausgerissen
— Friedrich Rückert
Ein Mann ist oft noch zu jung, um zu heiraten, aber nie zu alt, um zu lieben.
Man kann sich das Leben auch durch zu großen Ernst verscherzen
— Peter Sirius
Ideale sind unsere besseren Ichs.
— Amos Bronson Alcott
Wer nicht raucht und auch nichts trinkt, der ist schon auf andere Art den Teufel verfallen.
Der Langweiler ist ein Mensch, der, wenn du dich nach seinem Befinden erkundigt, es dir erklärt.
— Channing Pollock
Wüßten die Menschen, was die Zukunft bringt, sie würden doch alle handeln, als wüßten sie es nicht.
Fließendes Wasser fault nicht, die Türangeln rosten nicht; das kommt von der Bewegung
— Lü Bu We
Mach dem Spiegel keine Vorwürfe.
Wer alles zu tun begehrt, was ihn gelüstet, muss entweder als König oder als Narr geboren sein.
Whisky ist schlecht für den Menschen, besonders schlechter Whisky
Der Kluge horcht nach der Vergangenheit, handelt nach der Gegenwart und denkt an die Zukunft.
Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.
Wenn die Herren sich schlagen, krachen den Knechten die Köpfe.
— Perikles
Die Vernunft gewährt kein Glück an der Stelle dessen, was sie nimmt.
— Germaine Madame de Stael
Wer sich albern kleidet, ist albern.
— Christian Dietrich Grabbe
Freunde, die umeinander Bescheid wissen, grüßen sich von weitem.
Die Phantasie nimmt uns sehr leicht auf ihre Flügel, reduziert sich aber ebenso geschwind bei gewöhnlichen Naturen auf den sinnlichen Bodensatz.
— Bogumil Goltz