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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 10

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Wir vergeben oft denjenigen, die uns langweilen, aber niemals jenen, die wir langweilen.

    François de la Rochefoucauld

  2. Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.

    Horaz

  3. Was bringt Erziehung zuwege? Sie macht einen gerade gezogenen Graben aus einem frei dahinschlängelnden Bach.

    Henry David Thoreau

  4. Zeitungen und Romane lesen ist so etwas wie Tabak rauchen - ein Mittel, um zu vergessen.

    Leo Tolstoi

  5. Wer ruhig leben will, darf nicht sagen, was er weiß, und nicht glauben, was er hört.

  6. Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

    Seneca

  7. Einander kennenlernen heißt, lernen wie fremd man einander ist.

    Christian Morgenstern

  8. Den Mund auftun und beleidigen ist bei manchen Leuten eins.

    Jean de la Bruyère

  9. Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.

    Novalis

  10. Wer das wenigste weiß, hat oft das meiste zu sagen

  11. Jeder Mensch erfindet früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.

    Mark Twain

  12. Heirate oder heirate nicht. Du wirst beides bereuen.

    Sokrates

  13. War dieser Tag nicht dein Freund, dann war er wenigstens dein Lehrer.

  14. Die Sinne betrügen nicht, weil sie gar nicht beurteilen.

    Immanuel Kant

  15. Das Leben ist nicht gerecht, und für die meisten von uns ist das gut so

    Oscar Wilde

  16. Ich glaube, dass ich nicht lebe, um zu gehorchen oder um mich zu zerstreuen, sondern um zu sein und zu werden.

    Friedrich Schleiermacher

  17. Diejenigen Berge, über die man im Leben am schwersten hinweg kommt, häufen sich immer aus Sandkörnchen auf.

    Christian Friedrich Hebbel

  18. Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken.

    Christian Morgenstern

  19. Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht.

    Walter Bagehot

  20. Jeder neue Morgen ist ein neuer Anfang unseres Lebens. Jeder Tag ist ein abgeschlossenes Ganzes.

    Dietrich Bonhoeffer