1598 Sprüche — Seite 10
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Die höchste Form der Intelligenz ist der gesunde Menschenverstand.
Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen. Und wenn sie nicht kommen, muss man ihnen entgegen gehen.
Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.
— Sigmund Freud
Während die Weisen grübeln, erobern die Dummen die Festung.
Besser gar nicht als schlecht arbeiten.
Geduld zu üben ist die wirksamste Methode, unseren inneren Frieden zu wahren.
— Dalai Lama
Vorurteile sind unsichtbare Handschellen.
Du kannst an der Olive zupfen so oft du willst. Davon wird sie nicht schneller reif.
Lerne Weisheit durch die Torheit der anderen.
Es geht den Büchern wie den Jungfrauen: Gerade die besten bleiben oft am längsten sitzen.
— Anselm Feuerbach
Am Baum des Schweigens hängt seine Frucht, der Friede.
— Arthur Schopenhauer
Der Stein, der rollt, setzt keinen Schimmel an.
Die Treulosigkeit ist sozusagen eine Lüge der ganzen Person.
— Jean de la Bruyère
Man lacht nicht über den, der als erster über sich selbst lacht
Ein jeder ist soviel wert, als die Dinge wert sind, um die es ihm ernst ist.
— Mark Aurel
Der Reiche und das Schwein werden nach ihrem Tode hoch geschätzt.
Folge deinem Stern und immer nur deinem Stern! Dann können wir ungestört in der Sonne sitzen
Man muss nicht unbedingt das Licht des Nächsten ausblasen, um das eigene leuchten zu lassen.
Jede Handlung setzt ein Motiv voraus, aus dem sie mit Notwendigkeit erfolgt
— Arthur Schopenhauer
Gute Taten sind die Samenkörner guter Taten.