1598 Sprüche — Seite 67
Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.
Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.
Und neigt sich auch der Abend viel zu früh mit seinen dunklen Schwingen übers Tal so war ein Leben doch ein Wunder und ein Geschenk der Liebe allzumal
Wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde gegossen wird und das nicht wieder gesammelt werden kann; aber Gott will nicht das Leben wegnehmen.
Leben = Eine Reise, die heimwärts führt
— Herman Melville
Wo alle Grenzen sich durchschneiden, alle Widersprüche sich berühren, da ist der Punkt, wo das Leben entspringt.
— Christian Friedrich Hebbel
Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt, und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt
— Friedrich Rückert
Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf.
— William Shakespeare
Mich deucht, das Größt' bei einem Fest ist, wenn man sich's wohl schmecken lässt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer
— Oscar Wilde
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
Glaube mir, dass eine Stunde der Begeisterung mehr gibt als ein Jahr gleichmäßig und einförmig dahinziehenden Lebens.
— Christian Morgenstern
Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.
— Johann Wolfgang von Goethe
Altwerden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber um so weiter sieht man.
— Ingmar Bergman
Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich zu überwinden.
— Carl Hilty
Das Leben ist kurz und seine Zeit zu verlieren ist eine Sünde.
— Albert Camus
Man steht wohl einmal am Ende des Lebens, immer aber am Anfang des Lebens.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Der Geist, der allen Dingen Leben verleiht, ist die Liebe.
Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Das Leben ist ungerecht, aber nicht immer zu deinen Ungunsten.
— John F. Kennedy
Die Zukunft zeigt sich in uns – lange bevor sie eintritt.
— Rainer Maria Rilke
Die Gewohnheit ist eine zweite Schwerkraft
— Friedrich Georg Jünger