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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 94

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Aus derselben Blüte zieht die Biene ihren Honig und die Wespe ihr Gift.

  2. Das Leben gibt, das Leben nimmt, geht seinen Lauf wie's vorbestimmt. Es führt ins Glück, es führt durchs Leid, es währet alles seine Zeit! Und wenn die Welt voll Trübsal ist, du regelrecht verzwe …

  3. Man muss gut überlegen, was man sich wünscht. Es könnte passieren, dass man es bekommt.

  4. Ein großer Mensch ist der, der sein Kinderherz nicht verloren hat

  5. Haß, als minus und vergebens, wird vom Leben abgeschrieben. Positiv im Buch des Lebens steht verzeichnet nur das Lieben. Ob ein Minus oder Plus uns verblieben, zeigt der Schluß.

  6. Letzter Tag des Jahres, du Bild des letzten Lebens! Lehr, o lehre mich, dass nicht mein Leben einst sei gefloh'n und verschwunden wie das verschwundene Jahr!

    — Friedrich Gottlieb Klopstock

  7. Im Tode gibt es nichts Schreckliches. Das, was schrecklich daran ist, hängt vom Leben ab.

    — Leo Tolstoi

  8. Die Zigarette ist das vollendete Urbild des Genusses: Sie ist köstlich und läßt uns unbefriedigt.

    — Oscar Wilde

  9. Wer die Menschen gut machen will, muss sie vor allem glücklich machen

    — Pearl S. Buck

  10. Keinem ist das Leben so süß wie dem, der jede Todesfurcht verloren hat

    — Samuel Smiles

  11. Ehrlich währt am längsten

  12. Schmiegsam und geschmeidig ist der Mensch, wenn er geboren wird, starr, störrisch und steif, wenn er stirbt. Biegsam, weich und zart sind die Kräuter und die Bäume im Wachstum, dürr, hart und stark i …

    — Laotse

  13. Die es gut meinen, das sind die schlimmsten

    — Philippus Theophrastus Paracelsus

  14. Traurigkeit ist Stille, ist Tod. Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.

    — Marie von Ebner-Eschenbach

  15. Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.

    — Friedrich von Schiller

  16. Wenn Gott gewollt hätte, dass wir uns waschen, hätte er das Parfum nie zugelassen.

    — Napoleon

  17. Der kleinste Erdenmensch, ein Sohn der Ewigkeit, besiegt in immer neuen Leben den alten Tod.

    — Rudolf Steiner

  18. Keine Grenze verlockt uns mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze

    — Robert Musil

  19. Der wachsende Einfluß der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserm politischen Leben.

    — Oscar Wilde

  20. Anfangen ist gut, Fortfahren ist besser, Ausharren ist das Beste