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Sprüche über Leben

2733 Sprüche — Seite 74

Zwischen Geburt und Abschied entfaltet sich das Leben als ein Weg voller Aufbruch, Umwege, Verluste und kostbarer Augenblicke. Kaum etwas beschäftigt den Menschen so sehr, weil in ihm alles zusammenkommt, was trägt, verwundet, reifen lässt und Erinnerung schafft. Gerade darin liegt seine unerschöpfliche Tiefe.

Nicht im Spektakulären allein, sondern oft im gelebten Alltag zeigt sich, was ein Dasein wertvoll macht. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Erfahrungen, Fragen und Einsichten zu einer Sprache, die Orientierung gibt und zugleich daran erinnert, wie flüchtig, ernst und wunderbar menschliches Leben sein kann.

  1. Man soll lieben, so viel man kann, und darin liegt die wahre Stärke, und wer viel liebt, der tut auch viel und vermag viel, und was in Liebe getan wird, das wird gut getan.

    Vincent van Gogh

  2. Behandle alle Menschen gleich, ob sie arm sind oder reich, denn auch du erwartest im Leben, dass man dir mit Respekt begegne.

  3. Mit anderer Leut's Sach ist gut leben.

  4. Die Natur ist die beste Führerin des Lebens.

    Marcus Tullius Cicero

  5. Es ist nichts als die Tätigkeit nach einem bestimmten Ziel, was das Leben erträglich macht.

    Friedrich von Schiller

  6. Sollen dich die Dohlen nicht umschrei'n, musst du nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Alles bricht und alles fällt mit dem Leben in der Welt, wahre Freundschaft nur allein soll bei uns unsterblich sein.

  8. Die Freundschaft gibt zwar nicht die Seligkeit der Liebe. Doch wär ein Leben hart, das ohne Freundschaft bliebe.

  9. Was man nicht weiß, das eben braucht man, und was man weiß, kann man nicht brauchen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Wer keine Kinder hat, weiß nicht, warum er lebt.

  11. Ist die Liebe selber eine Reise, in gänzlich neues Leben, so wird der Wert der Fremde, der gemeinsam erfahrenen, durch sie verdoppelt.

    Ernst Bloch

  12. Auf der falschen Voraussetzung, als könnten zwei Menschen ganz ineinander aufgehen, wurzeln die schlimmsten Übel des Lebens.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  13. Aus Müßigkeit entspringt reines Glück.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Wie töricht ist es, Pläne für das ganze Leben zu machen, da wir doch nicht einmal Herren des morgigen Tages sind.

  15. Jedes Tierchen, selbst das Kleinste, hängt an seinem bißchen Leben.

  16. Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust Besitz.

    Alexander von Villers

  17. Erfahrungen sammeln heißt Fehler begehen.

    Herbert George Wells

  18. Unser Leib ist so: Je mehr wir ihn pflegen, desto mehr meint er nötig zu haben

    Theresia von Avila

  19. Das Leben ist ein ewiges Wechselspiel aus Nehmen und Behalten.

    Henry Ford

  20. Das Geheimnis, die größte Freude am Leben zu finden, ist gefährlich zu leben!

    Friedrich Nietzsche