Sprüche über Natur
1369 Sprüche — Seite 12
In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Auch das beste Pferd kann nicht zwei Sättel tragen
Ein Baum der fällt macht mehr Lärm, als ein ganzer Wald der wächst.
Liebt die ganze Schöpfung - jedes Blatt und jeden Sonnenstrahl! Wenn ihr das tut, werden sich euch die Geheimnisse des Göttlichen offenbaren.
— Fjodor M. Dostojewski
Das Wetter und meine Launen haben wenig miteinander zu tun. Ich trage meine Nebel und meinem Sonnenschein in meinem Inneren.
— Blaise Pascal
Furzt der Ochse hemmungsfrei, gibt's Smogalarm der Stufe Drei.
Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch die Früchte reifen und neue Knospen keimen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wenn Du auch täglich durch die Hallen der Macht wandelst, so trage doch in Dir die Luft aus den Wäldern der Berge.
Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: sich unter einen Apfelbaum legen.
— Horatio Nelson
Dem Landmann tut's das Herz zerreissen, sieht er das Huhn aufs Sofa scheißen
Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur. Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.
Wenn die Magd nach Knoblauch stinkt, der Knecht sie auch im Dunkeln find!
Hebe deíne Augen auf, und du wirst die Sterne sehen!
Er ist Storch und Klappermaul.
Der Kosmas und der Damian, die zünden alle Lichter an. (26. Sept.)
Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?
Ist St. Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist klar. (22. Sept.)
Man stiehlt auch wohl der Elster ein Ei.
Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.
Keine Elster heckt eine Taube.
Das Kamel sieht seinen eigenen Höcker nicht, aber den seiner Brüder hat es immer vor Augen.