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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 27

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen.

  2. Die klügsten Männer sind jene, die ihrer Frau einreden können, dass Gartenarbeit schön macht.

    Karel Capek

  3. O Sonnenschein! O Sonnenschein! Wie scheinst du mir ins Herz hinein.

    Robert Schumann

  4. Eine Krähe sitzt gern bei der anderen.

  5. Das Schwein legt sich zur Ruhe, in des Bauern Tiefkühltruhe.

  6. Wandlung ist notwendig, wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

    Vincent van Gogh

  7. Sie verwechseln ihren Hintern mit ihrem Herzen und glauben, der Mond sei dafür geschaffen, ihren Lokus zu beleuchten.

    Gustave Flaubert

  8. Die Sonne geht an keinem Dorf vorüber.

  9. Auch die dunkelste Wolke hat einen silbernen Rand.

  10. Jugendliebe dauert nicht länger als Schnee im April.

  11. Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.

    Blaise Pascal

  12. Golf ist ein verdorbener Spaziergang

    Kurt Tucholsky

  13. Wasser und Erde der Heimat formen sich ihren Menschenschlag.

  14. Überall hat man den Himmel über sich.

    Francesco Petrarca

  15. Zyniker: ein Mensch, der, wenn er Blumen sieht, nach dem Sarg Ausschau hält.

    H. L. Mencken

  16. Ergebung in sein Schicksal ist die erste Forderung der Natur an den Menschen.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  17. Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.

    Benjamin Franklin

  18. Wenn der Mond Dir leuchtet, brauchst Du nicht mehr nach den Sternen zu schielen

  19. Bringt Rosamund Sturm und Wind, so ist Sybille (29. April) uns gelind. (02. April)

  20. Was für ein hässliches Tier ist der Affe, und wie sehr ähnelt er uns.

    Marcus Tullius Cicero