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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 8

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Unkraut ist eine Pflanze, deren Tugenden noch nicht entdeckt wurden.

    Ralph Waldo Emerson

  2. Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …

    Henry David Thoreau

  3. Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe sie an Benedikt. (21. März)

  4. Der große Reichtum unseres Lebens, das sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen.

    Hans Christian Andersen

  5. Nimm dir ein Beispiel an der Natur, selbst an der vom Menschen verwundeten und verwüsteten. Sie ist das Herz deines eigenen Herzens.

  6. Die Natur will, dass Kinder Kinder sind, bevor sie zum Erwachsenen werden.

    Jean-Jacques Rousseau

  7. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum

  8. Hoffnung schöpfen aus der Schönheit der Natur, das geht auch im Spätherbst bei immer weniger Licht und Sonne

  9. Sich Sorgen zu machen heißt, die Wolken von morgen über die Sonne von heute zu ziehen.

  10. Wage es anzufangen! Wer das rechte Leben stets herausschiebt, gleicht dem Landmann, der am Fluss darauf wartet, dass das Wasser ausläuft, bevor er ihn überquert.

    Horaz

  11. Die Sterne fürchten sich nicht, wie Leuchtkäfer zu erscheinen.

    Rabindranath Tagore

  12. Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten.

    Selma Lagerlöf

  13. Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  14. Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.

    Christian Morgenstern

  15. Ein Häuchen aus Rosen, aus Veilchen die Tür. Die Zimmer voll Liebe, das wünsche ich Dir.

  16. Hat der Abend auch keine Sonne, so hat er doch Sterne

    Karl Friedrich Wilhelm Wander

  17. Möge nach jedem Gewitter ein Regenbogen über Deinem Haus stehen.

  18. Es blitzt ein Tropfen Morgentau im Strahl des Sonnenlichts; ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts.

    Gottfried Keller

  19. Gebt dem kleinen Kind einen dürren Zweig, es wird mit seiner Phantasie Rosen daraus sprießen lassen

    Jean Paul

  20. Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener Käfig.