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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 6

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Fliegen die Schwalben in den Höh'n, kommt ein Wetter, das ist schön.

  2. Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?

  3. Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selber ist.

    — Johann Heinrich Pestalozzi

  4. Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder.

  5. Wir sind einander nah durch die Natur, aber sehr entfernt durch die Bildung.

    — Konfuzius

  6. Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitte wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch du weder schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun

    — Epiktet

  7. Ein Mensch, der die Natur nicht liebt, enttäuscht mich; fast misstraue ich ihm.

    — Otto von Bismarck

  8. Wenn man einen Sumpf trocken legen will, darf man damit nicht die Frösche beauftragen.

    — Mark Twain

  9. Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so …

    — Henri Poincaré

  10. Die Rose ist so etwas schönes, dass auch der wahnsinnigste Züchter sie nicht verderben kann.

    — Konrad Adenauer

  11. Je größer aber ein Mensch ist, desto mehr neigt er dazu, vor einer Blume niederzuknien.

    — Gilbert Keith Chesterton

  12. Schaue zum Himmel, wenn du den Mond sehen willst, und nicht in den Teich.

  13. St. Kilian ist der rechte Rübenmann. (08. Juli)

  14. Nach unserer bisherigen Erfahrung sind wir zum Vertrauen berechtigt, daß die Natur die Realisierung des mathematisch denkbar Einfachsten ist.

    — Albert Einstein

  15. Retten können wir die Berge nur, wenn wir sie begreifen - mit den Händen, den Sinnen, dem Herzen.

    — Reinhold Messner

  16. Die Anlage von tausend Wäldern liegt in einem Samenkorn.

    — Ralph Waldo Emerson

  17. Orientiere dich an den Sternen, aber freue dich über die Blume am Wegesrand.

    — Voltaire

  18. Das Meer noch niemals größer ward, weil eine Gans das Wasser spart.

    — Bernhard Freidank

  19. Die menschliche Natur hasst alles, was überlegen ist.

    — Thukydides

  20. Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …

    — Henry David Thoreau