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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 19

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Freundschaft ist eine langsam wachsende Blume.

  2. Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel.

  3. Alles, was Natur an Gutem schenken kann, schenkt sie uns in Fülle. Und dazu die Begabung, all das zu genießen

  4. Freunde gibt's genug, aber sie sind wie die Sonnenuhr, die solange ihren Dienst versieht, wie die goldene Sonne zu scheinen pflegt. Sobald aber die Sonne untergeht, ist auch bei ihr alles aus.

    — Abraham a Sancta Clara

  5. Kotzt der Bauer über'n Trekker, war die Brotzeit nicht sehr lecker!

  6. Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck und die Nachtigall. (14. April)

  7. Wenn die Gans das Wasser sieht, so zappelt ihr der Steiß.

  8. Die See kann nicht mit einem Scheffel gemessen werden.

  9. Bevor die Sau ins Schlachthaus geht, versucht sie's rasch noch mit Diät!

  10. Schiffe stranden nur an Felsen, die Gott geschaffen hat.

    — Gorch Fock

  11. Mach dir nicht vor, du wolltest Irrtümer in der Natur verbessern. In der Natur ist kein Irrtum, sondern der Irrtum ist in dir.

    — Leonardo da Vinci

  12. Will der Bauer schneller pflügen, tät ein Porsche schon genügen.

  13. Ist an Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das grüne Blatt. (25. Nov.)

  14. Ein regenloses Jahr ist wie eine Mutter, deren Tochter starb

  15. Hat St. Peter das Wetter schön, kannst du Kohl und Erbsen sä'n. (25. April)

  16. Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Es ist jedesmal ein anderer.

  17. Der Natur zugefügte Verletzungen in Geldwert zu messen verleitet zur Denkweise Unwiederbringliches kaufen zu können.

    — Else Pannek

  18. Die Natur schafft die Begabung, und das Schicksal hebt sie heraus.

    — François de la Rochefoucauld

  19. Sagt das Schwein beim Schlachten: 'Au!' knurrt der Bauer: 'Dumme Sau!"

  20. Fehlen Fliegen auf dem Klo, sind sie wohl grad anderswo.