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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 35

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Aus derselben Ackerkrume wächst das Unkraut wie die Blume.

    William Shakespeare

  2. Über Rosen muss man dichten, in die Äpfel lässt sich beissen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Die Natur schafft immer von dem, was möglich ist, das Beste .

    Jean Paul

  4. Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen

    Augustinus

  5. Obwohl es regnet, werde ich nicht naß: Deine schützende Liebe ist mein Schirm.

  6. Gold schenkt die Eitelkeit, der raue Stolz. Die Freundschaft und die Liebe schenkt Blumen.

    Franz Grillparzer

  7. Liebe ist .wie's Wetter: mal stürmisch, mal still. Ein Narr, der durchs Bitten was ausrichten will.

  8. Ich hab' mir's zur Regel gemacht, dass mich die aufgehende Sonne nie im Bett finden soll; solange ich gesund bin.

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Die Deutschen haben sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer. Und das nennen sie Vaterland.

    Napoleon

  10. Das Ziel des Lebens ist ein Leben im Einklang mit der Natur

    Zenon von Kition

  11. Die Blume ist ein Wort, ein Ausdruck, ein Seufzer aus voller Brust

    Bettina von Arnim

  12. Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann setzen kann. (04. Mai)

  13. Fliegen die Fledermäus' abends umher, kommt anhaltend schönes Wetter daher.

  14. Zieht ein Gewitter auf vom Berg, pfeift der Wind durch die Burg.

  15. Es heisst, dass die Natur die Schweine geschaffen hat, damit wir schlemmen können.

  16. Der Igel ist der Kaktus des Tierreichs.

    Ambrose Bierce

  17. Katze: weicher, unzerstörbarer Automat, von der Natur erschaffen, damit wir danach treten können, wenn in der Familie etwas schiefgeht.

    Ambrose Bierce

  18. Auf meinem Grabe sollen rote Rosen stehn, die roten Rosen, die sind schön

    Hermann Löns

  19. Und scheint die Sonne noch so schön, am Ende muss sie untergehn.

    Christian Johann Heinrich Heine

  20. Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling, und das Gras wächst von allein