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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 57

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Wenn der Knecht zum Waldrand hetzt, war das Plumpsklo schon besetzt!

  2. Liegt mittags Weißes in den Suppen, dann hat die Bäu'rin wieder Schuppen!

  3. Der Bauer stark nach Jauche stinkt, er Hahne mit dem Brechreiz ringt

  4. Der Hofhund, der die Hühner frißt, ein hundsgemeines Haustier ist.

  5. Es lässt den Bauern gar nicht ruh'n, wenn die Hähne morgens muh'n.

  6. Fällt der Vollmond auf das Dach, werden alle Bauern wach!

  7. Geht die Bäurin in die Breite, sucht der Bauer schnell das Weite.

  8. Hülsenfrucht zum Abendbrot, morgens sind die Fliegen tot!

  9. Hüpft der Ochse auf dem Schwan, handelt sich's um Rinderwahn

  10. Ist der Bauer noch nicht satt, fährt er sich ein Hähnchen platt.

  11. Kotzt der Bauer in das Heu, stinkt es bald wie Katzenstreu.

  12. Melkt die Bäu'rin nachts die Ziegen, wird es wohl am Vollmond liegen

  13. Schlapp liegt der Bauer auf der Wiese, unter ihm die Magd Luise.

  14. Schreit die Bäuerin vor verzücken, läßt sie sich vom Knecht beglücken.

  15. Steckt die Axt im Kopf des Bauern, ist die Bäurin zu bedauern.

  16. Steppt wild die Sau, charmant, graziös, macht das den Metzger ganz nervös.

  17. Was zu Silvester ausgesät, im September lauthals kräht.

  18. Wenn der Trecker auf dem Acker Öl verliert, hat ihn der Bauer nicht richtig inspiziert!

  19. Wird der Knecht gehetzt von Doggen, muß er um sein Leben joggen!

  20. Die prachtvollsten Blumen blühen oft im Verborgenen.