Sprüche über Natur
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In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.
Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.
Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in Bayern ist das umgekehrt
Fällt der Baum beim ersten Streich, war bestimmt der Baumstamm weich.
Haben die Kühe nichts zu fressen, hat sie der Bauer wohl vergessen.
Hat der Bauer kalte Socken, wird er wohl im Kühlschrank hocken
Hebt ein Tier am Baum ein Bein, weiss man gleich, das ist kein Schwein
Ist die Viehzucht aufgegeben, heisst es von Touristen leben
Kippt der Bauer Milch in'n Tank, wird der Trecker sterbenskrank!
Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht wie spät es ist.
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide.
Nimmt die Magd die Eier fort, schrein die Hühner: "Kindermord!"
Schmeißt der Knecht die Hose hin, liegt die Magd im Heu schon drin
Sind die Eier plötzlich eckig - gehts den Hühnern richtig dreckig.
Sind die Hühner platt wie Teller, war der Traktor sicher schneller
Stinkt der Bauer arg nach Mist, gibt's zum Nachtisch Ehezwist.
Trinkt der Bauer und fährt Traktor, wird er zum Gefahrenfaktor!
Verliert der Bauer seine Hose, war bestimmt der Gummi lose.
Wenn Bauern in die Jauche segeln, helfen keine Bauernregeln.
Wenn die Bäurin tobt, der Bauer zittert, hat sie das mit der Magd gewittert
Wenn die Frau Migräne plagt, steigt der Bauer gern zur Magd
Wenn es draussen windet und wettert, der Bauer auf die Bäurin klettert