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Sprüche über Natur

1369 Sprüche — Seite 44

In der Natur begegnet dem Menschen eine Ordnung, die älter ist als jedes Denken und größer als jedes eigene Vorhaben. Berge, Wälder, Wasser und Himmel erinnern daran, dass Schönheit und Gesetz, Werden und Vergehen untrennbar zusammengehören. Deshalb berührt dieses Thema nicht nur die Sinne, sondern auch das Bewusstsein für Maß und Herkunft.

Ihre eigentliche Größe zeigt sich darin, dass sie sich nicht beherrschen lässt, sondern Achtung verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie eng Mensch und Natur verbunden bleiben und warum in ihrer Betrachtung oft Demut, Trost und eine Ahnung vom Ganzen zugleich aufscheinen.

  1. Gertraud den Garten baut. (17. März)

  2. Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein. (17. März)

  3. Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr. (19. März)

  4. Josephi klar, gibt ein gutes Honigjahr. (19. März)

  5. St. Benedikt den Garten schmückt. (21. März)

  6. Soll das Korn gar üppig stehen so soll man es zu St. Benedikt säen. (21. März)

  7. Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. (25. März)

  8. Ist Maria schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar. (25. März)

  9. Schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen. (25. März)

  10. Ist Marien schön und helle, gibt es viel Obst auf alle Fälle. (25. März)

  11. Um Ludger draussen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht. (26. März)

  12. St. Ambrosius man Zwiebeln säen muss. (04. April)

  13. Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. (05. April)

  14. Am Tiburtiustag, alles grünen mag. (14. April)

  15. Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. (14. April)

  16. Tiburtius kommt uns sehr gelegen mit seinem grünen Blättersegen. (14. April)

  17. Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (16. April)

  18. Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'. (22. April)

  19. Wenn's friert an St. Fidel, bleibt's 15 Tage noch kalt und hell. (24. April)

  20. Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. (25. April)